Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 20.02.2010
Buchneuerscheinung über "Flächenbrand Gentechnik"
Unsaubere Methoden der Großkonzerne aufgelistet
Klaus Faißner: "Wirbelsturm und Flächenbrand: Das Ende der Gentechnik", ISBN 978-320001749-8, 160 Seiten, zahlr. Farbfotos. Ab sofort über den Buchhandel beziehbar, Copyright: Klaus Faißner
Bei AMAZON bestellen

Wien (pte/20.02.2010/06:05) - Keiner braucht sie, kaum einer will sie und trotzdem soll sie uns allen aufgezwungen werden. Die Rede ist von der grünen Gentechnik. Der Journalist Klaus Faißner, der auch Gründer der "Initiative Gentechnikverbot" www.gentechnikverbot.at ist, ist in seinem neuen Buch "Wirbelsturm und Flächenbrand: Das Ende der Gentechnik" dem Thema auf den Grund gegangen.

2008 wurden weltweit auf rund 125 Mio. Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen wie Soja, Mais, Raps, Baumwolle und Zuckerrüben angebaut. Spitzenreiter sind immer noch - mit 62,5 Mio. Hektar - die USA. An zweiter Stelle folgen Argentinien mit 21 Mio. Hektar und Brasilien mit 15,8 Mio. Hektar. Weltweit formiert sich der Widerstand gegen die Gentechnik-Industrie und ihre Proponenten allerdings immer stärker.


Große Versprechungen der Gentech-Industrie

Gen-Food ist laut seinen Befürwortern das Essen der Zukunft. "Wer in zehn Jahren Lebensmittel essen will, die nicht genmanipuliert sind, muss verhungern oder sehr reich sein", erklärte 1997 der damalige Nestle-Chef Helmut Maucher. Ein Jahr später hat der Forscher Arpad Pusztai die Öffentlichkeit vor den Gefahren - vor allem vor den gesundheitlichen Folgen von Gentech-Nahrung - gewarnt. Daraufhin wurden er und seine Frau und Wissenschaftskollegin Susan Bardocz vom Rowett Research Institute der Universität Aberdeen gekündigt.

"Pusztai und Bardocz sind bei weitem kein Einzelfall. Zahlreiche weitere Wissenschafter wurden denunziert, auch viele Journalisten, Beamte und Bauern mussten durch die Hölle, nachdem sie Gefahren der Gentechnik aufdeckten", erklärt Faißner. Das Problem sei die Verfilzung der Politik mit Konzernen sowie das fast vollständige Fehlen einer unabhängigen Risikoforschung. "Nicht umsonst zeigte Terje Traavik vom norwegischen staatlichen Forschungszentrum GenÖk www.genok.no auf, dass 95 Prozent aller Wissenschafter im Bereich Gentechnik für die Industrie arbeiten."


Monsantos Ziel: Kontrolle der weltweiten Nahrungsversorgung

Beim Patentkrieg um die Nahrung gehe es um sehr viel Geld, so Faissner. "Da jeder gentechnisch veränderte Organismus patentiert ist, gehört er dem Konzern und nicht dem Bauern. Je mehr Lebewesen wie Erfindungen patentiert sind, je mehr sich die Gentechnik verbreitet, desto höher sind die Einnahmen. Doch anstatt diesem 'Verbrechen', wie es der legendäre Genforscher Erwin Chargaff bezeichnete, die gesetzliche Grundlage zu entziehen, zementierten es die Regierungschefs mit dem EU-Vertrag von Lissabon auf europäischer Ebene sogar noch ein."

"Der ehemalige Monsanto-Mitarbeiter Kirk Azevedo erzählt von einem Treffen zwischen Monsanto und dem Unternehmensberater Arthur Anderson", berichtet Faißner. Ein Anderson-Mitarbeiter stellte dabei die Frage, wo der Konzern in 20, 30 Jahren stehen solle. Die Antwort des Monsanto-Verantwortlichen war unmissverständlich. Man wolle die weltweite Nahrungsversorgung kontrollieren.

Ob dies passiert oder ob es zu einem Ende der Gentechnik kommt, hänge entscheidend vom Demokratisierungsprozess ab, ist sich Faißner sicher. "Die Schweiz hat bewiesen, dass in souveränen, direkt-demokratischen Staaten die Gentechnik keine Chance hat. Hier erwirkte das Volk gegen den Willen von Regierung und Parlamentsmehrheit ein generelles kommerzielles Gentechnik-Anbauverbot. Wenn die Menschen in anderen Staaten auch selbst entscheiden dürften, würde das Ergebnis ähnlich ausfallen."


Gentech-Pflanzen als Agrotreibstoffe

Da mit Sprit oft mehr Geld zu machen sei als mit Nahrungsmitteln, setzen viele Konzerne auf den boomenden Markt der Energiepflanzen. "Damit steigt die Armut und die Zahl der Gentechnik-Äcker", so der Autor. Das Ganze habe wenig mit erneuerbaren Energien zu tun, sondern verlängere nur die Ölwirtschaft, zitiert Faißner den Kritiker Eric Holt-Gimenez vom "First Food Institute".

Massive weltweite Investitionen in Biodiesel und Bioethanol lösen Probleme, allerdings nur für Agro- und damit die Gentech-Industrie, für Banken und Politiker", erklärt der ehemalige Weltbank-Mitarbeiter. Für die Gentech-Industrie bedeute das besonderes Glück, denn angesichts der Tatsache, dass es sich um Energiepflanzen handelt, sei der Widerstand dagegen auch nicht so groß, so Faißner.

Das Argument, dass sich genetisch veränderte Energiepflanzen genauso wie auch Nahrungspflanzen in die Natur überallhin ausbreiten, werde unter den Teppich gekehrt. "So könnte man es innerhalb kürzester Zeit schaffen, über die Hintertür die Nahrungsmittel zu verschmutzen und so der Gentechnik zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen", erklärt der Autor. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

25.08.2016
STADTLANDBIO 2017: Kongress diskutiert die Rolle der Kommunen für die Zukunft des Ökolandbaus Nächster Termin steht: 16. und 17. Februar 2017 | Kongress für Kommunen parallel zur BIOFACH


Discounter Aldi - einfaches Beispiel für Kundenorientierung im Einzelhandel Mit einer kleinen Maßnahme in der Kundenwahrnehmung viel erreichen


23.08.2016
Großdemonstrationen am 17. September in sieben Städten Mit sieben parallelen Großdemonstrationen will ein breites gesellschaftliches Bündnis den immer lauter werdenden Protest gegen die umstrittenen Handelsabkommen CETA und TTIP am 17. September bundesweit auf die Straße bringen.


Widerstand gegen TTIP und CETA: Leuchtturm zivilgesellschaftlicher Demokratie Die Menschen wollen nicht länger eine ungezügelte Globalisierung akzeptieren, die nur wenigen nutzt. Sie kämpfen darum, das Primat der Politik zurückzugewinnen.

Nicht auf die Größe kommt es an. So können Firmen nachhaltig erfolgreich sein! 7 Tage CSR vom Kleinsten gibt Anregungen für ein besseres Wirtschaften.


Nudging im Supermarkt - Kundenwahrnehmung im Einzelhandel Wie durch kleine Maßnahmen die Kundenorientierung optimiert werden kann


WWF, CDP und Ecofys starten offenen Scope 3 Good Practice Wettbewerb Ab heute sind Unternehmen aufgerufen, Beispiele für die "Gute Praxis des unternehmerischen Klimamanagements entlang der Wertschöpfungskette" einzureichen.


ÖDP fordert effektives Bekämpfen moderner Sklaverei Behrendt (ÖDP): "Beweispflicht umkehren!"


Bio ist nicht gleich Bio VERBRAUCHER INITIATIVE über unterschiedliche Biolabel


  neue Partner