Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Orga Lab GmbH, D-90513 Zirndorf
Rubrik:Technologie    Datum: 15.05.2000
Messung von Platin und Rhodium in Oberflächengewässern
Themenschwerpunkt Umwelttechologie Orga Lab forscht im Bereich Platin-Analytik mittels ICP-MS
Die Platingruppenelemente (PGE) Ruthenium, Rhodium, Palladium,
Osmium, Iridium und Platin zählen zu den seltensten Elementen in der
Erdkruste. Aufgrund vielfältiger technischer Anwendungen (Industrie,
Apparatebau, Glas und Textil, Dünge- und Pflanzenschutzmittel,
Schmuckindustrie, Medizin und nicht zuletzt in Kfz-Katalysatoren)
erhöht sich jedoch ihr Eintrag in die Umwelt bereits seit einigen
Jahren.

In zunehmendem Maße gewinnt die Untersuchung der
Platingruppenmetalle Platin, Rhodium und Palladium in Umweltmedien
an Bedeutung. Dies ist auf den seit den 80er Jahren enorm
angestiegenen Einsatz dieser Elemente in Katalysatoren in
Kraftfahrzeugen zur Abgasreinigung zurückzuführen. Inzwischen wird
etwa ein Drittel des jährlich weltweit gewonnenen Platins hierzu
verwendet. Zusätzlich kommen Rhodium als Beimengung und
Palladium zum Einsatz. Letzteres wurde in der Vergangenheit
überwiegend in den USA und Japan als billigere Alternative mit
allerdings schlechterer Reinigungswirkung eingesetzt, wird aber nun
auch bei uns zunehmend verwendet.

Infolge der hohen Temperaturen im Katalysator und dem hohen
Durchsatz an Abgasen werden die katalytisch wirkenden Metalle
durch mechanischen Abrieb zu einem kleinen Teil über den Auspuff
ausgestoßen und gelangen so in die Umwelt. In Versuchen, sowohl
im Labor als auch im Feld, wurde ermittelt, daß immerhin bis zu 5
µg/km emittiert werden können. Hierbei können dann in einem
Kubikmeter Abgas bei 100 km/h etwa 15 ng enthalten sein.

Es hat sich herausgestellt, daß die Konzentrationen entlang
Straßen, insbesondere Autobahnen, gegenüber den beginnenden
80er Jahren um das bis zu hunderttausendfache erhöht sind. So
werden entlang von Autobahnen in einem 20 m breiten Streifen
inzwischen durchschnittlich 10 µg/kg gefunden.
Während der Großteil der ausgestoßenen Edelmetalle im Boden
verbleibt, kann ein kleiner Teil in eine mobile Form überführt werden
und in die Gewässer gelangen. Die Gefahr besteht darin, daß die
mobilen Platingruppenmetalle von Pflanzen aufgenommen werden und
letztendlich über die Nahrungskette auch den Menschen erreichen.
Deutliche Anreicherungen sind beispielsweise bei einer Studie in
München gefunden worden, bei der Graskulturen entlang
vielbefahrener Straßen über längere Zeit exponiert wurden. In
umfassenden Untersuchungen wurden in verschiedenen weiteren
Umweltkompartimenten erhöhte Konzentrationen an Platin und
Rhodium gefunden, auch wenn sich die Probenahmeorte nicht mehr
unmittelbar an Straßen befanden.

Platin und die verwandten Elemente Rhodium und Palladium können
auch schon in sehr geringer Konzentration katalytisch wirken.
Insbesondere Platin und Palladium sind wegen ihrer allergenen
Wirkung bekannt. Durch Kontakt mit löslichem Platin über längere
Zeit tritt die sogenannte Platinose auf, die bei berufsbedingt
exponierten Personen zu beobachten ist und bei der Probleme mit
Haut und Lungen auftreten. Einen besonders hohen
Sensibilisierungsgrad weisen bestimmte Verbindungen des Platins auf.
Besonders starke allergene Wirkungen sind beim Palladium zu
beobachten.

Derzeit sind die in den Umweltmedien vorhandenen
Konzentrationen noch weit unter den Schwellenwerten für bislang
beobachtete Wirkungen, allerdings ist eine weitere Anreicherung zu
befürchten, sogar wahrscheinlich. Besonders bedenklich erscheint es
in diesem Zusammenhang, daß bereits kleinste Konzentrationen
Wirkungen auch im Organismus hervorrufen könnten. Es ist dringend
erforderlich, die Anreicherungsketten in der Natur zu untersuchen
und die Konzentrationen in den Umweltmedien zu überwachen, da
wie so oft in der Geschichte der Menschheit eine ursprünglich gut
gemeinte Idee auch negative Folgen nach sich ziehen kann.

Ein Schritt in diese Richtung ist die Untersuchung der
Konzentrationen der Platingruppenmetalle Platin und Rhodium in
Oberflächengewässern. Hieraus ergeben sich zum einen Hinweise auf
Konzentrationen des löslichen Anteils der ausgestoßenen
Platingruppenmetalle und zum anderen auf mögliche Mobilitätswege.


Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

23.09.2016
Leben ohne Angst Andreas Winters neuer Ratgeber analysiert, was hinter Ängsten steckt und wie man sie loswird


Bürgeraktie der Green City Energy AG in der Platzierung Bürgeraktie der Green City Energy AG in der Platzierung, über 90 % der Aktien bereits reserviert. Ausgabepreis 32 Euro pro Aktie.


21.09.2016
Festverzinsliche Kapitalanlagen der Green City Energy Gruppe erfüllen Zahlungen an Anleger zu 100 Prozent Festverzinsliche Kapitalanlagen der Green City Energy Gruppe erfüllen Zahlungen an Anleger zu 100 Prozent

Fairphone: Ein Smartphone für sozial Verantwortungsbewusste Die Verantwortlichen haben damit eine wichtige Debatte angestoßen.

20.09.2016
SPD-Konvent brüskiert den Protest Hunderttausender Freihandels-Kritiker Grundsätzliches Votum pro Ceta gefährdet Schutz von Umwelt und Verbrauchern.

MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) kritisiert SPD-Zustimmung zu CETA Buchner: "Gabriel betreibt Augenwischerei"


Tag des Ökolandbaus am 23.9. LVÖ Bayern lädt ein zum 1. Bio-Bauerntag auf das Zentral-Landwirtschaftsfest auf der Münchner Theresienwiese

Einladung zum 18. Frankfurter Tageslehrgang "EU-Bio-Recht" Der eintägige Lehrgang führt am 24. November 2016 in die neuesten Entwicklungen des Rechts der Bioprodukte ein.


Klimaherbst-Talk: Wie man als Unternehmen nachhaltig wirtschaften kann Fünf Unternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie berichten aus der Praxis - Unter anderem Sparda-Bank München und VAUDE auf dem Podium - Eintritt frei


  neue Partner