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Presse-Stelle:  NürnbergMesse GmbH, D-90471 Nürnberg
Rubrik:Mode & Kosmetik    Datum: 26.01.2010
Kosmetiktrend - Natürlich, nachhaltig und fair
Naturkosmetik zeigt sich krisenfest | Fairness bei natürlicher Kosmetik als Verkaufsargument immer wichtiger
Facheinkäufer, die sich einen Überblick über den Trendmarkt Naturkosmetik, neue Produkte, Markenpositionierung und internationale Entwicklungen verschaffen wollen, sollten sich den 17. - 20. Februar 2010 vormerken: Die internationale Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness bildet dann mit rund 180 Ausstellern wie jedes Jahr umfassend den Gesamtmarkt ab. Ergänzend zum hautnahen Erleben der Produkte und dem direkten Kontakt zu Herstellern bietet das Vivaness Forum, das begleitende Kongressprogramm zur Messe, Fachleuten aus Herstellung, Marketing und Handel die neuesten Zahlen und Einschätzungen internationaler Experten - ein lohnenswerter Blick in die Zukunft des Marktes für natürliche Schönheitspflege!

Der internationale Naturkosmetikmarkt wächst weiter. Das wirtschaftlich schwierige Umfeld beeindruckt die über Jahre stabile Wachstumsbranche erstaunlich wenig. Laut einer Stichprobenanalyse des internationalen Marktforschungsinstituts, IRI, Information Research, Nürnberg, Deutschland, erzielte Naturkosmetik im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzzuwachs von 7,6 %. Im Jahr 2008 hatte der gesamte deutsche Markt für zertifizierte Naturkosmetik um knapp 10 % auf 672 Millionen EUR zugelegt und einen Marktanteil von 5,3 % am Gesamtkosmetikumsatz erreicht.
Die internationale Naturkosmetik-Branche zeigt sich ebenfalls weitgehend krisenfest. So prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Organic Monitor, London, Großbritannien, ein weiterhin gutes Wachstumspotenzial. Laut Schätzung sind 2009 die europäischen Verkaufszahlen um 13 % gestiegen. Im Jahr 2010 könnte das Marktvolumen in Europa 2 Mrd. EUR erreichen. Das schnellste Wachstum verzeichnen Frankreich und Deutschland. Auf internationaler Ebene gehören die Vereinigten Staaten sowie Asien mit Schwerpunkten in Japan und Korea weiterhin zu den stärksten Nachfragemärkten.

Drogeriemärkte und der Lebensmitteleinzelhandel mit Rückenwind
In Deutschland liegt das größte Potenzial für Naturkosmetik laut IRI in Drogeriemärkten und kleinflächigen Verbrauchermärkten. Drogeriemärkte, insbesondere Geschäfte der Kette dm, trugen 2008 mehr als ein Drittel zum Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland bei - Tendenz steigend. Auch der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel setzt verstärkt auf Naturkosmetik und erreicht im selben Jahr einen Marktanteil von rund 8 %. Der Bio- und Reformfachhandel, die klassischen Vertriebskanäle für zertifizierte Naturkosmetik, erzielten gemeinsam knapp 40 % Umsatzanteil. Hier ist die Tendenz leicht rückläufig. Bio-Supermärkte ziehen die Kunden mit großzügigen und gut sortierten Naturkosmetik-Abteilungen an und generieren dadurch Wachstum. Kunden wissen es immer mehr zu schätzen, in den Läden direkt Produkte selbst testen zu können und kompetent beraten zu werden - echte Pluspunkte des Fachhandels!

Hohes Innovationstempo und Fairness
Gesichtspflege punktet bei der IRI-Analyse der Einzelsortimente besonders stark. Zwar ist der Anteil des Segments am Gesamtmarkt mit knapp 1 % noch klein, doch wuchs das Sortiment von Januar bis Juli 2009 mit knapp 18 % sehr dynamisch, während naturnahe und herkömmliche Produkte Stagnation oder sogar Verluste hinnehmen mussten.
Zur wachsenden Popularität von Naturkosmetik tragen - neben der Überzeugungskraft der Produkte und dem generellen Trend zu Natürlichkeit - nicht zuletzt die steigende Verfügbarkeit der Produkte in allen Vertriebskanälen, die vermehrte Medienpräsenz sowie eine Vielzahl an Innovationen bei.

Deutsche wie internationale Firmen positionieren sich mit innovativen Produkten. Wesentlich intensiver als in früheren Jahren wird in die Erforschung und Sicherung hocheffektiver, ausgesuchter Naturrohstoffe und in Wirksamkeitstests investiert. Naturkosmetik-Unternehmen entwickeln neue Verfahren und geben Geld für modernste Produktionsanlagen aus. Zudem rücken viele Pioniere die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Biodiversität in den Mittelpunkt. Fairness und ein partnerschaftlicher Umgang mit Rohstofflieferanten sind wichtige Bestandteile der Unternehmenskultur. Immer mehr Hersteller für Naturkosmetik kommunizieren die zum Teil jahrzehntelange Aufbauarbeit einzelner Rohstoffprojekte ebenso aktiv wie die Geschichten hinter den Produkten. Corporate Social Responsibility, die soziale Verantwortung des eigenen Betriebs, gehört für sie von Beginn an zur Firmenphilosophie. Heute sind ethische Werte für immer mehr Kunden ein wichtiges zusätzliches Kaufargument.

Thema des Jahres von BioFach und Vivaness: Organic + Fair
Das Messeduo BioFach und Vivaness 2010 rückt den fairen Handel mit Bio-Produkten in den Mittelpunkt. Thema des Jahres ist Organic + Fair. Fairhandelsaspekte sowie der Zusatznutzen von Bio - ganz gleich ob Lebensmittel oder Kosmetik - gewinnen rasant an Bedeutung. Fairness bezieht sich jedoch nicht nur auf Hilfsprojekte in Entwicklungsländern, sondern ist umfassender definiert. Kern ist dabei sowohl die Partnerschaft mit Bauern und Rohstofflieferanten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Diese erhalten faire Preise für ihre Arbeit. Gleichzeitig geht es um langfristige Zusammenarbeit, Beratung und Aufbau sozialer Strukturen sowie die Unterstützung bestehender sozialer Projekte. Kosmetikhersteller finanzieren auf diese Art und Weise Gesundheits- und Bildungsprogramme mit. Davon profitieren Menschen in Entwicklungs-ländern ebenso wie soziale Einrichtungen in Europa. Die neue Käufergruppe der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) ist besonders aufgeschlossen für Produkte, die den nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und gesunde Lebensumstände erhalten - und das auf dem gesamten Globus. Der Wertewandel bei den Konsumenten ist in vollem Gange. Viele Naturkosmetikfirmen haben bereits vor Jahrzehnten mit der Unterstützung von Projekten den Grundstein gelegt. Heute bilden diese Kontakte die Basis für Rohstoffqualität auf der einen sowie Umweltschutz und Biodiversität auf der anderen Seite.

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