Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 08.01.2010
Weichenstellung für EU-Fischereireform
Umweltorganisation fordert radikalen Umbau der Fischereipolitik
München (pte/08.01.2010/06:00) - 2010 will die EU die Weichen für eine neue Fischereipolitik stellen. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife www.prowildlife.de hat hierfür einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der die Überfischung der Meere beenden soll. Zu den wichtigsten Forderungen gehören zum Beispiel die Reduktion des Beifangs sowie strengere Kontrollen auf See.

"Zentraler Punkt des Plans ist außerdem eine Neuausrichtung der Fangmengen nach ökologischen Kriterien", so die Biologin Sandra Altherr von Pro Wildlife gegenüber pressetext. "Bisher hat die EU die Fangquoten danach verteilt, wieviel die Fischereilobby verlangt - und nicht, wie viel die Meere vertragen", kritisiert die Expertin. 2010 sei ein guter Zeitpunkt, denn das Jahr wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen.

EU will erstmals ICES-Rat befolgen

"Eine der wichtigsten Forderungen ist die Anpassung der Fangmengen auf die schwindenden Fischbestände", so Altherr. Erstmals scheint es so zu sein, dass die EU den Vorschlägen des International Council of the Exploration of the Sea www.ices.dk folgt. "Demnach dürfen Fangmengen künftig nur nach wissenschaftlichen Kriterien und dem ökologischen Vorsorgeprinzip vergeben werden", erklärt Altherr.

"In der Vergangenheit wurden die Folgen der Entnahme einzelner Fischarten für das gesamte Ökosystem nicht beachtet - mit teils verheerenden Folgen für die komplexen Wechselwirkungen im Meer", führt die Biologin aus. Die EU-Kriterien müssen für die EU-Flotte auch außerhalb der europäischen Gewässer gelten.

Reduktion des Beifangs

"Der Beifang unerwünschter Tiere muss reduziert und künftig mit den Fangquoten verrechnet werden", sagt Altherr. Einige Fischereimethoden - wie etwa die Grundschleppnetzfischerei -landen bis zu 90 Prozent Beifang, der in den Netzen getötet wird und anschließend ohne Menge und Artenspektrum zu registrieren ins Meer gekippt wird. Diese Praxis müsse sich ändern.

"Fischer, die schonende und selektive Fangmethoden und damit geringe Beifangraten haben, sind mit höheren Fangquoten zu belohnen", lautet eine Forderung von Pro Wildlife. Um zu überprüfen, ob die Regelungen auch umgesetzt werden, müsse es mehr Kontrollen auf See geben. "Deutlich höhere und EU-weit einheitliche Strafen sollen künftig den Vollzug der Fischereibestimmungen verbessern."

Nein zu Antibiotika in Aquakulturen

"Für die boomende Aquakultur müssen ebenfalls ökologische Mindestanforderungen etabliert werden", fordern die Umweltschützer. Neben strengen Auflagen zu den Haltungsbedingungen der Tiere müsse der Einsatz von Medikamenten und Pestiziden geregelt werden. "Die Zucht von Raubfischen, die große Mengen an Fischmehl brauchen, ist kontraproduktiv. Sinnvoller sind jene Fischarten, die auch pflanzliche Nahrung zu sich nehmen." Weitere Forderungen betreffen ein Ende der Fischerei-Subventionierung, den Abbau der Flottenkapazität und Auflagen für Fischerei-Aktivitäten außerhalb der EU.

Der Forderungskatalog kann unter www.prowildlife.de/sites/default/files/Pro Wildlife_EU Consultation CFP 2009.pdf herunter geladen werden. (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

06.12.2016
Teilerfolg für Atomkonzerne Bürger zahlen die Zeche

Die Atomkonzerne sind bereits entschädigt - viel zu stark Schon in der Atommüllfrage ist vom Verursacherprinzip abgewichen worden

Kundenorientierung für lokale Unternehmen bei Seitentitel und Seitenbeschreibung Grundlegendes damit Ihre Zielgruppe auf Ihren Link im Internet klickt


05.12.2016
Betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement entwickeln - Ressourcen schonen Fernstudium an der Universität Koblenz-Landau im Sommersemester 2017. Anmeldeschluss ist der 15. März 2017.


Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer mehr geben Eine Solidaritätsbotschaft an Standing Rock aus dem Friedensforschungszentrum Tamera, von Martin Winiecki


Gartenboden wird Boden des Jahres 2017 Gartenböden stehen für Naturerlebnis und Lebensqualität


Umstellung PKW-Fuhrpark bei Rinn Beton- und Naturstein auf alternative Antriebe Deutliche Reduzierung des CO2-Flotten-Ausstoßes hat hohe Priorität


03.12.2016
Ein Plan ist noch kein Konzept, Herr Dobrindt! Ein Kommentar von Franz Alt

02.12.2016
Protestaktion zum Bundesverkehrswegeplan 2030 'Zukunft nicht wegbaggern - Alternativen statt Asphalt!'

  neue Partner
 
fischerwerke GmbH & Co. KG
EIN UNTERNEHMEN DER UNTERNEHMENSGRUPPE FISCHER