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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 12.01.2010
Irrtum, Frau Aigner: Ohne Beitrag der Landwirtschaft kein Klimaschutz
Zu den ablehnenden Äußerungen der Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu verpflichtenden Klimaschutzauflagen in der Landwirtschaft erklärt Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik:

Die Äußerungen der Ministerin machen einmal mehr deutlich, diese Koalition will keinen Strukturwandel zu einer emissionsarmen und nachhaltigen Wirtschaft. Statt die Landwirtschaft als Verbündeten für den Klimaschutz zu gewinnen, rechnet sich Frau Aigner die Zahlen schön. Durch Realitätsverweigerung lassen sich Treibhausgasemissionen jedoch nicht senken. Um das 2 Grad Ziel zu erreichen, brauchen wir auch ein klimapolitisches Umdenken in der Agrarpolitik. Die Lehre aus dem Scheitern von Kopenhagen muss sein, dass wir national jetzt noch entschiedener beim Klimaschutz vorangehen. Aussagen nach Art der Ministerin sind auch für den internationalen Klimaprozess schädlich.

Frau Aigner kennt offenbar die Zahlen ihres eigenen Hauses nicht: Noch in der letzten Legislaturperiode hatte die Bundesregierung der Landwirtschaft unter Einbezug aller Emissionen einen Anteil von mindestens 11 bis 15 Prozent an den Treibhausgasemissionen zugeschrieben, anstatt der jetzt von Aigner genannten 6 Prozent. Bei Lachgas (N2O) und Methan (CH4), zwei Gasen mit einem wesentlich höheren Treibhauspotenzial als Kohlendioxid (CO2), gehört die Landwirtschaft zu den Hauptemittenten. Aber auch am CO2-Ausstoß hat sie durch ihren Energieverbrauch einen relevanten Anteil. Berücksichtigt man tatsächlich alle Emissionen der Landwirtschaft, wie etwa Veränderungen der Landnutzung, Entwaldung, Düngerproduktion entfällt sogar ein Anteil von 32 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft muss deshalb dringend in die Klimapolitik integriert werden.

Während Kanzlerin Merkel medienwirksam mehr Engagement im Klimaschutz fordert, macht die Regierung tatsächlich das Gegenteil. Effektiver und konsequenter Klimaschutz kann jedoch nur ressortübergreifend gelingen.

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