Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 01.12.2009
Lachs-Studie: Nachhaltig ist nicht immer nachhaltig
Nahrungsmitteltransport per Flugzeug belastet Ökobilanz
Halifax/Wien (pte/01.12.2009/13:50) - Drei Jahre lang hat ein internationales Forscherteam um Nathan Pelletier von der kanadischen Dalhousie Universität www.dal.ca den gesamten Kreislauf von nachhaltigen Nahrungsmitteln - insbesondere Lachs - untersucht. Im Wissenschaftsmagazin Environmental Science and Technology sind sie zum Schluss gekommen, dass bei vielen Produkten nicht der gesamte Lebenszyklus mit eingerechnet wird. Dadurch ist die Ökobilanz des nachhaltig gezogenen Lachses aufgrund der Versendung per Flugzeug nicht mehr nachhaltig.


Fisch soll schwimmen, nicht fliegen. Wenn Lachse und andere Nahrungsmittel per Flugzeug um die Welt transportiert werden, produzieren sie gewaltig große Mengen an Treibhausgasen. Wenn mehr Nahrungsmittel tiefgefroren werden, braucht man mehr Containerschiffe, um die Produkte an ihren Zielort zu fahren. Dabei sind die Containerschiffe immer noch jene Transportmittel, die am effizientesten und auch am umweltfreundlichsten unterwegs sind. Global betrachtet, wird aber immer noch weit mehr Lachs frisch und nicht tief gefroren verzehrt.

Auch Lebensmittel haben einen Lebenszyklus

Miteingerechnet in die Ökobilanz werden etwa auch die Fragen wie man Zuchtlachs füttert, wie Wildlachs gefangen wird, wie Lachs konsumiert wird und welche Auswirkungen Zuchtanlagen auf die Wildpopulation haben. Auch Nahrungsmittel haben laut den Autoren einen Lebenszyklus und die Welt müsse lernen, alle wirklich anfallenden Kosten in die Berechnungen miteinfließen zu lassen. Das sei zur Ermittlung wirklich nachhaltiger Produkte essenziell, schreiben die Autoren. Es gehe schließlich darum, dass die Erde in weniger als 40 Jahren neun Mrd. Menschen satt machen muss.

"Das große Problem der Nachhaltigkeit ist, dass der Begriff nicht geschützt ist", so der Globalisierungskritiker und Buchautor Klaus Werner-Lobo klauswerner.com im pressetext-Interview. Nachhaltig dürfe man zu allem sagen. Geschützt sind in der EU nur die Begriffe "Öko" und "Bio". "Aber auch dabei wird nur auf die Produktion, nicht aber auf den Transport geachtet", erklärt Werner-Lobo . "Konventionell gezogene Äpfel aus der Steiermark sind daher ökologischer als Bio-Kiwis aus Neuseeland."

Regionale Produkte schneiden immer besser ab

"Regional hergestellte Produkte schneiden auch aus einem anderen Grund am besten ab", meint Werner-Lobo. "Auch wenn in Übersee Fische nach ökologischen Kriterien gezüchtet werden, wird dabei die soziale Komponente der dort tätigen Arbeiter nicht beachtet." In der regionalen Produktion sei dies überschaubar und nachvollziehbar. "Wenn wir heute Lebensmittel aus Asien oder Afrika importieren, essen wir den Menschen dort die Nahrung weg", kritisiert der Autor.

Jedes Land der Welt ist in der Lage, seinen Bedarf an Nahrungsmittel selbst zu produzieren. Hunger entstehe dadurch, dass Nahrungsmittel exportiert oder lokale Märkte mit Waren aus Europa zerstört werden.

Link zum Original-Artikel: pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es9010114 (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

27.02.2017
Uganda entscheidet sich gegen Gentechnik


24.02.2017
Zukunft Emissionshandel? Gründung des Vereins für eine nationale CO2-Abgabe am 27.03.2017 in Freiburg


Dakota-Pipeline: BayernLB reagiert auf Proteste

Werden die Recyclingquoten beim Elektrogerätegesetz erreicht? Novellierung des ElektroG trat 2015 in Kraft


23.02.2017
Deutschlands G20-Präsidentschaft Finanzwirtschaft für die Sustainable Development Goals fit machen


Visionen und politische Forderungen des Fairen Handels zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht 2017 als entscheidendes Wahljahr in Deutschland


ALDI veröffentlicht Detox-Fortschrittsbericht für die Textil- und Schuhproduktion Entwicklung hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Umweltverträglichkeit


Atomwaffen für Deutschland? Ein Kommentar von Franz Alt

Abrüsten statt Aufrüsten! ÖDP fordert Umkehr bei der deutschen Rüstungspolitik


  neue Partner