Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 18.08.2009
Großstudie zeigt: Bioprodukte sind besser als konventionell erzeugte
Vor kurzem veröffentlichte Studie der britischen Food Standard Agency (FSA) weist große Mängel auf
Ökoprodukte sind auch ernährungsphysiologisch besser als konventionell erzeugte, betonten Vertreter des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) bei der Vorlage der Ergebnisse des fünfjährigen europäischen Forschungsprojektes QLIF* heute in Berlin. "Nach den Ergebnissen von QLIF enthalten Ökoprodukte bei verschiedenen Kulturen wie Kohl, Salat, Tomaten oder Kartoffeln gegenüber dem konventionellen Anbau deutlich höhere Gehalte an Antioxidantien, Vitaminen und bioaktiven Stoffen. Biomilch weist vor allem im Sommer 40 bis 60 Prozent mehr Omega-3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren (CLA) sowie 30 bis 70 Prozent mehr Vitamine, Carotinoide und andere Antioxidantien auf", erläuterte Projektleiter Urs Niggli.

Diese Ergebnisse widerlegen die vor kurzem veröffentlichte Studie der britischen Food Standard Agency (FSA), die großes Aufsehen in der deutschen Öffentlichkeit erzeugt hatte.

Ursachen

Hauptursache für die besseren Ergebnisse der Ökoprodukte ist die organische Düngung, deren Wirkung bisher unterschätzt wurde. Sie erhöht gegenüber der mineralischen Düngung beim konventionellen Landbau nicht nur die Gehalte an bioaktiven Stoffen, sondern beeinflusst auch die Genexpression, die Eiweißprofile und die Konzentration von Stoffen, welche die Abwehrkräfte der Pflanzen stärken. Sekundäre Pflanzenstoffe (oder bioaktive Stoffe) wirken im tierischen und menschlichen Körper als Antioxidantien. Das sind Substanzen, die als Radikalfänger im menschlichen Organismus bei der Infektionsabwehr entzündungshemmend wirken und das Risiko für bestimmte Krebs- und arteriosklerotische Erkrankungen verringern.

Bei der Biomilch spielt die artgerechte Fütterung der Tiere mit Gräsern und Kräutern eine wichtige Rolle für die Zusammensetzung der Milch. Die günstigere Zusammensetzung der Fettsäuren ist vorteilhaft für die menschliche Gesundheit. LDL-Cholesterin-Werte lassen sich senken, die Verklumpung von Blutplättchen in den Blutgefäßen wird vermindert.

Kritik an britischer Studie

"Auffallend ist, dass die FSA-Studie kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des QLIF-EU-Forschungsprojektes erfolgte, natürlich ohne deren Erkenntnisse zu berücksichtigen", kritisierte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Zudem seien gezielt Studien ausgeschlossen worden, die den höheren Gehalt von bioaktiven Stoffen bei Bioobst belegten.

Heftige Kritik an der FSA-Studie übte auch Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, 1. Vizepräsident des DNR. "Problematische Rückstände von Pestiziden, Wachstumsregulatoren, Schwermetallen und Nitraten wurden erst gar nicht berücksichtigt, da sie nach Ansicht der FSA nicht relevant für die Ernährung seien. Dabei sind die negativen chronischen Wirkungen bereits geringer Konzentrationen dieser Schadstoffe für Kleinkinder längst bekannt", so Vogtmann. Die Ökoprodukte schneiden gerade bei diesen gefährlichen Substanzen sehr gut ab.

Der ökologische Landbau weist zudem im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft positive Effekte für die biologische Vielfalt auf. Neben der Ausstattung mit naturnahen und miteinander vernetzten Flächen ist vor allem eine naturschonende Bewirtschaftung von Bedeutung. Biobetriebe haben wegen der gezielten Förderung von Nützlingen zur Schädlingsbekämpfung und den Bewirtschaftungsrestriktionen (Verzicht auf Pestizide und synthetische Düngermittel) einen höheren Anreiz, ökologische Ausgleichsflächen wie zum Beispiel Hecken anzulegen. Durch den Verzicht auf die sehr energieaufwändige Herstellung und den Einsatz von Pestiziden und Mineraldünger leistet der Ökolandbau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Durch den höheren Humusgehalt der Böden läßt sich beim Ökolandbau zudem mehr Kohlenstoff speichern als bei der konventionellen Bewirtschaftung.


Für weitere Informationen:

Dr. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Schweiz
mobil: 0041 79 218 80 30

Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, 1. Vizepräsident DNR
mobil: 0176 62 54 74 81

Dr. Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär
mobil: 0160 97 209 108


* QLIF: "Improving quality and safety and reduction of cost in the European organic and "low input" food supply chains."
Das Projekt wurde von Prof. Dr. Carlo Leifert, Universität Newcastle, und Dr. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), geleitet. Detaillierte Informationen zum Projekt sind unter www.qlif.org zu finden.


Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V.
Koblenzer Str. 65
53173 Bonn
Tel. 0228 / 3590-05, Fax -96
E-Mail: info@dnr.de
www.dnr.de

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

29.06.2016
Tipps zum sicheren Online-Shopping Mit diesen Tipps geraten Sie nicht in die Online-Shopping-Falle


CETA-Ratifizierung: ÖDP-Bundesvorsitzende über Juncker empört Schimmer-Göresz: "Rücktritt überfällig!"


Fehlsteuerung EEG 2016 Punkt 1: Energiewende falsch verstanden


28.06.2016
Äußerst hartnäckig: Fußpilz KKH: Die ansteckende Pilzinfektion kann jeden treffen / Fußhygiene das A und O

Atommüll: Eine Lösung kann es nur geben, wenn der Fehler Gorleben eingestanden wird Nach zweieinhalbjähriger Arbeit hat die Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle ihren Abschlussbericht "Verantwortung für die Zukunft" fertiggestellt.

Mehrwegsystem: Hendricks setzt weiteren Sargnagel Zur freiwilligen Vereinbarung zwischen der Getränkeindustrie und Umweltministerin Hendricks zur Kennzeichnung von Einweggetränken an Regalen erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Neue Crowdfunding-Kategorie "Blue Planet" bei bettervest.com bettervest startet neue Crowdfunding-Kategorie "Blue Planet" für ökonomisch und ökologisch nachhaltige Geschäftsmodelle


MdEP Buchner (ÖDP) zu Brexit-Debatte im Europaparlament Buchner: "Leider keine Selbstkritik bei der EU-Kommission erkennbar"


Umweltfreundliche Mobilität bei Rinn Beton- und Naturstein Mit dem E-Bike zur Arbeit


  neue Partner