Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 01.07.2009
Gen-Mais: Bundesregierung muss Wiederzulassung verhindern
Anlässlich der Erklärung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Wiederzulassung von MON 810 erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

Die EFSA macht sich mehr und mehr zur "Un-Sicherheits"behörde, wenn sie den Gen-Mais MON810 wieder für unbedenklich erklärt. Dieser enthält ein Insektengift, das nicht nur Schädlinge, sondern nachweislich auch Schmetterlinge und das Bodenleben schädigt. Einige Studien unabhängiger Wissenschaftler deuten auf erhebliche Risiken und Gefahren von Gen-Mais auch für Menschen und Säugetiere hin.
Wie genau eine Schädigung von Schmetterlingen durch MON810 auch bei großflächigem Anbau vermieden werden kann, wie es die EFSA fordert, bleibt ein Geheimnis der Behörde.

Darüber hinaus werden in solchen Untersuchungen wichtige ökonomische Folgen der Agrogentechnik überhaupt nicht berücksichtigt; besonders die hohen Kosten zur Vermeidung der Kontamination und der Folgeschäden durch verunreinigtes Saatgut und Lebensmittel. Eine Koexistenz zwischen Ökolandbau und konventioneller Landwirtschaft einerseits und Agrogentechnik andererseits wie von den EU-Gesetzen verlangt funktioniert in der Realität nicht. Auch Imker werden durch MON810 in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht, wenn deren Bienen Pollen von Gen-Mais in den Honig einbringen.

Die Einführung eines geplanten einheitlichen Logos "ohne Gentechnik" ist überfällig. So ist die Absichtserklärung der Agrarministerin Aigner immerhin ein Fortschritt, denn ohne einheitliches Siegel ist Verbraucherkommunikation nicht möglich.
Gerade auch bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eier oder Milch muss für die Verbraucherinnen und Verbraucher erkennbar sein, ob das eingesetzte Futtermittel aus Gen-Pflanzen besteht. Gerade die Bekämpfung des "ohne Gentechnik" Siegels durch die Ernährungswirtschaftslobby und der FDP mit ihren scheinheiligen Argumenten macht die Notwendigkeit deutlich.
Eine echte Wahlfreiheit für die Verbraucherinnen und Verbaucher wird aber nur erreicht, wenn die Kennzeichnungslücke auf EU-Ebene bei tierischen Produkten endlich geschlossen wird.

Ulrike Höfken ist Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

27.09.2016
Das Geschäft mit der Angst Mit tiefenpsychologischer Aufklärung wendet sich Andreas Winter gegen die "Angstindustrie"


Das eigene Start-Up finden AöL-Jungunternehmer beleben die Bio-Idee


Klimaschutzplan 2050 untergräbt Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens Bioland fordert Überarbeitung des Plans

10 Jahre "Qualitätsoffensive Naturparke" Sechzehn Naturparke auf dem Deutschen Naturpark-Tag 2016 ausgezeichnet


"Natur inklusive" Naturparke verbinden Naturschutz und naturnahe Erholung mit gesellschaftlichem Engagement


ForestFinance mit neuer Website Übersichtlich, schnell und zeitgemäß


26.09.2016
Klimaschutz/Biologische Vielfalt Hendricks unterstützt Kooperation zwischen Ruanda und El Salvador beim Wiederaufbau von Wäldern

Klimaschutz im Flugverkehr: Zu spät, zu schwach, zu wenig seriös ICAO-Vollversammlung berät ab morgen unangemessenen Entwurf zum Klimaschutz

Tierhaltung: Keine substanzlosen Schachzüge mehr Ankündigung eines staatlichen Tierwohllabels durch Landwirtschaftsminister Schmidt

  neue Partner