Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 08.06.2009
Erste Lebensmittel mit Ampelkennzeichnung
Nächste Runde im Kampf zwischen Konsumentenschutz und Industrie
Kleiner Beginn mit großer Diskussion: Erster Ampelvermerk auf Nahrung (Foto: frosta.de)
Hamburg (pte/08.06.2009/17:30) - Die Kennzeichnung von Lebensmitteln durch die sogenannte "Ampel", ein politisch heftig umstrittenes Thema, hat Aufwind bekommen. Als erster Produzent im deutschsprachigen Raum kennzeichnet die Firma Frosta frosta.de vier ihrer Fertigprodukte nach dem Ampel-System. Das enthaltene Fett sowie gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz werden dabei gut sichtbar mit den Signalfarben Rot, Gelb und Grün dargestellt, je nach Anteilshöhe pro 100 Gramm des Produkts. Konsumentenschützer feiern dies als Durchbruch, während die Lebensmittelindustrie an der Beibehaltung der freiwilligen Richtwert-Angabe festhält und die Ampel stark kritisiert. Die Neuregelung der Nährwertkennzeichnung wird eine der ersten Agenden des soeben gewählten Europäischen Parlaments sein, wofür die Ampel ein mögliches Modell liefert.



Die Ampel-Kennzeichnung ist als Maßnahme gedacht, um dem immer weiter verbreiteten Problem des Übergewichts gegenzusteuern. "Besonders bei Fertiggerichten herrscht große Unklarheit über deren Anteil an fettmachenden Inhaltsstoffen. Die Ampel soll es dem Verbraucher im Geschäft ermöglichen, schnell und unkompliziert Zuckerbomben und Fettfallen zu entdecken", erklärt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg www.vzhh.de im pressetext-Interview. Die in England bereits verbreitete Kennzeichnung, deren Einführung Konsumentenschützer auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz fordern, war für den Einzelnen bislang erst virtuell für 300 der bekanntesten Lebensmitteln unter www.ampelcheck.de abrufbar. Während man die Produktliste auf Vorschlag der Seitenbesucher erweitert, bietet die österreichische Arbeiterkammer unter www.ampelrechner.at eine Möglichkeit, selbst eine Ampel für Lebensmittel zu berechnen.

Als Gegenmodell zur Ampel haben sich derzeit die Prozentangaben als Richtwerte für die empfohlene Tageszufuhr verbreitet, die sogenannten GDA-Werte (Guideline Daily Amount). Verbraucherschützer bezeichnen diese Kennzeichnung als kompliziert und irreführend. "Es gibt keine einheitlichen Portionsgrößen, wodurch sich manche Hersteller durch unrealistisch kleine Portionsangaben 'gesundrechnen'. Teilweise wird nur ein einziger Wert angegeben, teilweise gleich zehn. Das verwirrt die Konsumenten", so Schwartau. Die Ampelregelung bezieht sich hingegen einheitlich auf 100 Gramm des Produkts. Das Beispiel Ketchup zeigt zwar, dass diese Menge in den wenigsten Fällen der tatsächlichen Portionsgröße entspricht. "Immerhin weiß der Konsument jedoch, dass er einen fett- oder zuckerreichen Artikel kauft."

Bisher kämpft die Ampelkennzeichnung noch immer mit starkem Gegenwind der Lebensmittelindustrie sowie auch zahlreicher Politiker. Dieser Widerstand ist in der Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen verankert, erklärt Schwartau. "Die Industrie scheut die Ampel wie der Teufel das Weihwasser und will sie verhindern. Das ist verständlich, denn die bisherigen Erfahrungen aus England zeigen, dass Konsumenten Produkte seltener kaufen, sobald diese mit einem roten Ampelpunkt versehen sind. Gleichzeitig haben jedoch mehrere Hersteller die Rezeptur ihrer Produkte geändert, sodass sich ein roter in einen gelben Punkt verwandelte. Das ist der Erfolg der Ampel." Die Industrie bezichtigt die Ampel der fehlenden wissenschaftlichen Fundierung sowie einer Irreführung durch Grünpunkte, die nicht mit Hinweise für gesunde Ernährung gleichzusetzen seien. "Bei der Kennzeichnung handelt sich um keine Gesundheitsampel, sondern sie soll vor allem den Menschen das Leben erleichtern, die mit Übergewicht kämpfen", betont die Hamburger Konsumentenschützerin. (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

21.09.2017
ÖDP kritisiert grüne Politik und "grünes" Programm Wer Ökologie, Demokratie und Familie stärken will, wählt ÖDP


MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) über vorläufige Inkraftsetzung von CETA Buchner: "Vorgehen der EU ist undemokratisch und schafft vollendete Tatsachen


20.09.2017
Tierwohl und Umweltschutz dürfen sich nicht ausschließen Universität Hohenheim präsentiert Forschungsarbeiten für Tierhaltung, die Tier und Umwelt genügt


ÖDP fordert Maßnahmen für menschenwürdige und bedarfsgerechte Pflege Union und SPD entdecken erst unter öffentlichem Druck die Pflege als Wahlkampfthema


19.09.2017
Let's go - Familien, Kids und Kitas Schule fürs Leben bekommt UN-Auszeichnung


11. Dienstwagen-Check unter deutschen Spitzenpolitikern Deutsche Umwelthilfe vergibt neunzehn "Grüne Karten"


Abgasskandal: ÖDP fordert klare Ansage an die Automobilindustrie Dr. Claudius Moseler: "Wachsweiche Antworten der Politik lösen die Probleme nicht"


Kundenwahrnehmung im Einzelhandel - warum kaufen Verbraucher bestimmte Produkte? Oft sind es Details und Kleinigkeiten, die dazu führen, dass Verbraucher bestimmte Produkte kaufen


18.09.2017
Social-Media-Aktion des BNN zur Bundestagswahl Teilen, liken, kommentieren: Damit Bio mitregiert!

  neue Partner