Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 20.04.2009
Dünnere Menschen leben klimaschonender
Großer Kalorienverbrauch sorgt für höhere Treibhausgasemissionen
London/Wien (pte/20.04.2009/11:46) - Wenn man zum Lebensstil der 1970er-Jahre zurückkehrt, wäre das eine Lösung zur Reduktion der Treibhausgase, kommt eine britische Studie im International Journal of Epidemiology zum Schluss. Bis zu 60 Megatonnen Treibhausgase könnten so eingespart werden. Die steigende Zahl an Fettleibigen und Übergewichtigen ist nämlich ein Grund dafür, dass der Energieverbrauch in den vergangenen 40 Jahren gewaltig gestiegen ist. In der Studie hatten die Forscher um Phil Edwards von der London School of Hygiene and Tropical Medicine www.lshtm.ac.uk ein Bevölkerungsmodell mit einem 3,5-Prozent-Anteil von Fettleibigen - dies entspricht den Zahlen von 1970 - mit einem 40-Prozent-Anteil - dies entspricht der Vorhersage von 2010 - verglichen.

"Wie stark die Auswirkungen des Lebensstils - vor allem der Ernährung - auf das Klima genau sind, läßt sich nur sehr schwer sagen", so der Wiener Klimaforscher Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur www.boku.ac.at gegenüber pressetext. Fest stehe, dass sie massiv sind. Der steigende Bedarf von Fisch und Fleisch bedeute für die Erde nichts Gutes. "Die Effizienz bei Getreide oder anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln ist wesentlich höher, da hier Solarenergie direkt umgewandelt wird", so Formayer. Es mache einen großen Unterschied ob man 3.000 Kalorien aus pflanzlicher oder tierischer Nahrung zu sich nimmt. "Gerade bei der Fleischproduktion ist der Aufwand sehr groß, da die Tiere mit Getreide ernährt werden. Dass der Energieaufwand bei der Fleischproduktion das Fünf- bis Zehnfache beträgt, ist vorstellbar", meint der Klimaforscher.

In Großbritannien ist die verbrauchte "Lebensmittelenergie" in den vergangenen 40 Jahren um 19 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass die dickere Bevölkerung um 19 Prozent mehr Nahrung zu sich nimmt, als die dünnere vor 40 Jahren. Edwards Team hat neben dem Mehraufwand für die zusätzliche Nahrung auch berechnet, dass damit die Treibhausgasemissionen zwischen 0,4 und einer Gigatonnen pro Milliarde Menschen höher liegen. Zwischen 1994 und 2004 ist der durchschnittliche Body-Mass-Index in England von 26 auf 27,3 angestiegen. Bei Frauen stieg er von 25,8 auf 26,9. Das entspricht einem Mehrgewicht von drei Kilogramm.

Zudem wird zu viel Energie verbraucht, um dicke Menschen zu transportieren. "Wenn man sich in einem schweren Körper bewegt, ist es, als würde man mit einem Spritfresser durch die Gegend fahren", so Edwards. Übergewicht sei ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen den Klimawandel. "Wenn die Menschen wieder so aussehen wie in den 1970er Jahren, würde das dem Planeten wirklich helfen", kommt Alan Maryon-Davis, Präsident der Faculty of Public Health, zum Schluss. Damals sei es gang und gäbe gewesen, mehr Gemüse und weniger Fleisch am Teller zu haben und sich mehr zu bewegen. "Auf der Kalorientabelle werden nur die Kalorien gezählt, die wir verbrauchen, nicht aber diejenigen, die für eine vermehrte Fleischproduktion aufgewendet werden müssen", meint Formayer. Experten fürchten den Zeitpunkt, in dem die bevölkerungsreichen Länder Indien und China die gleichen Ernährungsgewohnheiten annehmen wie die Europäer und Nordamerikaner. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

Diskriminierung der Übergewichtigen immer beliebter (Sophie am 23.04.2009 00:32:43)
  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

01.07.2016
Fehlsteuerung EEG 2016 Punkt 2: Nach dem Sonntagsbraten die Kochwäsche!


30.06.2016
Immobilien aus den 50er oder 60ern - Vielfältiger Sanierungsbedarf Eine Altbausanierung ist meist ein aufwändiges Unterfangen.


MdEP Buchner (ÖDP) unterstützt CETA-Volksantrag in Baden-Württemberg Buchner: "Nun haben die Bürger das Wort"


29.06.2016
Tipps zum sicheren Online-Shopping Mit diesen Tipps geraten Sie nicht in die Online-Shopping-Falle


CETA-Ratifizierung: ÖDP-Bundesvorsitzende über Juncker empört Schimmer-Göresz: "Rücktritt überfällig!"


Fehlsteuerung EEG 2016 Punkt 1: Energiewende falsch verstanden


28.06.2016
Äußerst hartnäckig: Fußpilz KKH: Die ansteckende Pilzinfektion kann jeden treffen / Fußhygiene das A und O

Atommüll: Eine Lösung kann es nur geben, wenn der Fehler Gorleben eingestanden wird Nach zweieinhalbjähriger Arbeit hat die Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle ihren Abschlussbericht "Verantwortung für die Zukunft" fertiggestellt.

Mehrwegsystem: Hendricks setzt weiteren Sargnagel Zur freiwilligen Vereinbarung zwischen der Getränkeindustrie und Umweltministerin Hendricks zur Kennzeichnung von Einweggetränken an Regalen erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

  neue Partner