Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Global Nature Fund Udo Gattenloehner, D-78315 Radolfzell
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 23.03.2009
Neue Initiative zur Lösung der Wasserkrise am Unteren Jordan
GNF beteiligt sich an israelisch-arabischem Projekt zur Renaturierung des bedrohten Grenzflusses

Bonn, am 20.03.2009: Die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) stellt am internationalen Tag des Wassers, welcher dieses Jahr unter dem Motto "Grenzüberschreitende Gewässer - Wasser ohne Grenzen" steht, sein neues Projekt zur Rettung des Jordans und des Toten Meeres vor. "Der Jordan ist bald eine Grenze ohne Wasser. Wenn nicht bald gehandelt wird", so Stefan Hörmann, GNF-Projektleiter, "trocknet der für die ganze Region so bedeutende Fluss innerhalb der nächsten Jahre aus".

Der Jordan ist der wohl bekannteste und symbolträchtigste Fluss weltweit. Er bildet die Grenze zwischen Israel, Jordanien und Syrien und beförderte früher jährlich etwa 1,3 Milliarden Kubikmeter Süßwasser ins Tote Meer. Heute ist davon nur noch ein Zehntel übrig, das gleichzeitig stark durch landwirtschaftliche Abflüsse und unbehandelte Abwässer verunreinigt ist. Dies hat dramatische Auswirkungen auf den Zustand des Toten Meeres, dessen Wasserspiegel pro Jahr durchschnittlich um einen Meter sinkt.

Der von israelischen und jordanischen Politikern geplante Bau eines 200 km langen Kanals soll das fehlende Wasser vom Roten Meer zum Toten Meer befördern und gleichzeitig das Gefälle für neue Wasserkraftwerke nutzen. Dieser auf den ersten Blick attraktiv wirkende Vorschlag wird vom GNF scharf kritisiert. "Dieses enorm teure Projekt wird weder das Tote Meer und erst recht nicht den Jordan retten. Ganz im Gegenteil, die Risiken für das Ökosystem im Toten Meer sind immens" meint Hörmann. Da das Wasser im Roten Meer eine deutlich andere Salz- und Mineralzusammensetzung hat als im Toten Meer, könnte es zu Gipsbildung kommen und das Tote Meer in eine stinkende Milchsuppe verwandeln.

Der GNF und seine Partner von Friends of the Earth Middle East (FoEME) drängen stattdessen auf die Bekämpfung der Ursachen, die den Jordan zum Austrocknen bringen.

Das von den Umweltorganisationen gestartete zweijährige Forschungs- und Kampagnenprojekt "Renaturierung des Flusssystems am Unteren Jordan" hat als primäres Ziel, ein nachhaltiges Wassermanagement aufzuzeigen, welches sowohl die Bevölkerung ausreichend mit Wasser versorgt als auch das notwendige Minimum an Wasser für das Ökosystem des Jordans garantiert. Dabei werden israelische, jordanische und palästinensische Experten in dem gemeinsamen Projekt optimale Einsparmöglichkeiten in den jeweiligen Wirtschaftssektoren der drei Anrainergebiete herausarbeiten. Ebenso soll ein Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Medien und der breiten Öffentlichkeit in Israel, Jordanien und den palästinensischen Gebieten aufgebaut werden, um die nötigen Schritte zur Renaturierung des Unteren Jordans einzuleiten und neue Möglichkeiten für die Erhaltung der Lebensgrundlage für die mehr als 300.000 Bewohner des Jordantals zu entwickeln.

Der GNF leistet fachliche Beratung und koordiniert die internationale Informationskampagne zur grenzüberschreitenden Initiative, deren Umsetzung finanziell unterstützt wird durch USAID, Goldman Fund, Green Environment Fund und die Stiftung Ursula Merz.

Der internationale Tag des Wassers will mit seinem diesjährigen Motto weltweit darauf aufmerksam machen, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Wasserressourcen immer dringlicher wird angesichts der in vielen Teilen der Erde durch Dürren, Übernutzung und Verunreinigung zunehmenden Wasserknappheit. Besonders in den grenzüberschreitenden Flussgebieten spielt die Einbindung der Öffentlichkeit bei den relevanten Bewirtschaftungsfragen eine wesentliche Rolle.

Der Global Nature Fund (GNF) ist eine unabhängige Stiftung für Natur und Umwelt mit Sitz in Radolfzell am Bodensee und Geschäftsstellen in Bonn und Berlin. Die Organisation ist Gründer des internationalen Seennetzwerks Living Lakes, das sich weltweit für den Schutz von Seen, Feuchtgebieten und Trinkwasserreserven einsetzt. Das Tote Meer ist Partnersee von Living Lakes. Unterstützt wird der GNF hierbei auch von weltweit tätigen Unternehmen wie Daimler, Reckitt Benckiser, der Deutschen Lufthansa, T-Mobile, Ziemann, Sika, Osram und C&A.

Friends of the Earth Middle East (FoEME) ist der bedeutendste Umweltverband im Nahen Osten und setzt sich seit über 15 Jahren für den nachhaltigen Schutz grenzüberschreitender Ökosysteme in der wasserarmen Region ein. FoEME unterhält Büros in Tel Aviv, Amman und Bethlehem.

Weitere Informationen:
Stefan Hörmann
Global Nature Fund, Geschäftsstelle Bonn
Tel.: +49 - (0)2 28 - 24 29 018, Mobil: 0160 - 53 21 052
E-Mail: hoermann@globalnature.org
Internet: www.globalnature.org

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

27.06.2016
Erste Hilfe bei Tinnitus Der neue Kompakt-Ratgeber von Dr. med. Eberhard J. Wormer stellt Therapieansätze für akute und chronische Ohrgeräusche vor


25.06.2016
Münchner Berater als TOP CONSULTANT ausgezeichnet Die dykiert beratung ist eine der besten Mittelstandsberatungen in Deutschland. TOP CONSULTANT-Mentor Christian Wulff würdigt das Unternehmen und dessen Inhaber Wolfgang Dykiert.


24.06.2016
ECOreporter-Magazin 2016: Ökofonds und Wasserfonds im Test. Ökobanken-Vergleich, grüne Investments und Faires Gold als weitere Themen


Feste Zinsen - effektiver Klimaschutz Wer mit seinem Kapital die Energiewende und den Klimaschutz 23 weiterbringen möchte, setzt auf grünes Geld.


Slow Food zum Selbermachen Exklusiv vom 22. bis 29. Oktober 2016: Reise zu Slow Food-Produzenten im Cilento


Eine Checkliste zur Verbesserung Ihres Umweltprogramms Wie können Unternehmen Lücken in ihren Nachhaltigkeitsprogrammen finden und schließen?


Stellungnahme des Europaabgeordneten Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) zum Brexit Stellungnahme des Europaabgeordneten Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) zum Brexit


23.06.2016
Die Geschichte der Geheimbünde - von den Tempelrittern, Freimaurern und Co Was ist wahr an den Mythen und Verschwörungstheorien


22.06.2016
Camping im Einklang mit der Natur Der Campingforst am Laarer See in Niederkrüchten erhält die ECOCAMPING Auszeichnung.


  neue Partner