Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 02.03.2009
Verschärfung der globalen Fischereikrise
UN-Report: Weltweite Fischerei als Verlustgeschäft für Mensch und Natur
Fisch wird bald zur Mangelware (Foto: pixelio/Strowa)
Rom/Wien (pte/02.03.2009/15:45) - Die Zahl der stark reduzierten oder bis an die biologischen Grenzen ausgebeuteten Fischbestände ist zwischen 2004 und 2006 von 77 auf 80 Prozent erneut gestiegen. Dies geht aus einem Bericht der Welternährungsorganisation FAO www.fao.org hervor. Neben der ökologischen Katastrophe komme auch noch ein volkswirtschaftliches Problem auf die Menschen zu, meint WWF-Fischereiexperte Georg Scattolin www.wwf.at gegenüber pressetext.


"Gelernt hat man aus der Katastrophe nach dem Zusammenbruch der Kabeljau-Fischerei in den 1990er Jahren in Kanada nichts", meint der Meeresbiologe. Damals gingen 40.000 Arbeitsplätze verloren. Die Wissenschaftler hätten immer wieder vor dem Ende der Bestände gewarnt. "Doch die Politik wusste es besser", so Scattolin. Das gleiche Problem zeichne sich mit dem Kabeljau in der Nordsee und mit dem Tunfisch im Mittelmeer ab. Die seit langem von Politik und Fischereiindustrie versprochene Trendwende sei ausgeblieben. Neben dem volkswirtschaftlichen Schaden gefährde der drohende Zusammenbruch vieler Fischbestände auch die Ernährungssicherheit in den Entwicklungs- und Schwellenstaaten.

Die Zahl der nur moderat genutzten Fischbestände habe sich laut FAO seit den 1970er Jahren von 40 auf 20 Prozent halbiert. "Das bedeutet, dass die weltweite Fischerei ein Verlustgeschäft für Mensch und Natur ist. Sie könnte bis Mitte des Jahrhunderts komplett zusammenbrechen", so der Meeresbiologe. Die Gesamtmenge der gefangenen Fische belief sich nach FAO-Angaben 2006 auf 81,9 Mio. Tonnen. Das sind über vier Prozent weniger als noch zwei Jahre zuvor. "Expertenhochrechnungen zufolge belaufen sich die wirtschaftlichen Verluste durch die Überfischung der Meere auf etwa 40 Mrd. Euro im Jahr."

"Die einzige Lösung des Problems ist eine nachhaltige Fischerei", erklärt der Experte. Dieser Trend sei derzeit aber nicht auszumachen. Ein weiteres Problem für die Ausbeutung in den Meeren sieht Scattolin in der illegalen Fischerei. "Da die Gesamtmengen der illegalen Fänge nicht bekannt sind, werden sie von Fachleuten geschätzt." Auch dieses Problem könnte man über den Handel relativ einfach lösen: Wenn es eine Kennzeichnung gibt, die den Fang bis zum Fischer zurückverfolgt, werde der illegalen Fischerei ein Riegel vorgeschoben. Effektiv sind zudem auch Zertifikate wie etwa das MSC-Label www.msc.org, das eine umweltschonende Fischerei garantiert. Den Verbrauchern in Österreich empfiehlt der WWF beim Einkauf auf Fische aus gefährdeten Beständen - wie zum Beispiel Tunfisch, Scholle, Seezunge oder Rotbarsch - zu verzichten. www.wwf.at/fischfuehrer.

"Der WWF fordert angesichts der dramatischen Zahlen einen Paradigmenwechsel in der Fischereipolitik", so Scattolin. Dieser müsse auch in der bevorstehenden Reform der EU-Fischereipolitik vollzogen werden. Mehr Schutzgebiete und fischereifreie Zonen, umweltfreundlichere Fangtechniken und eine massive Verkleinerung der Fangflotten seien erforderlich, um der Krise zu begegnen, die in Europa besonders drastisch ist. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

15.12.2017
ZUKUNFTSENERGIE DEUTSCHLAND 4 - Vertriebsende bereits am 21. Dezember 2017. Attraktives Investmentangebot in bestehende Solar- und BHKW-Anlagen


Föttinger (ÖDP): "Sorgearbeit für Kinder honorieren statt Abtreibungen bewerben!" ÖDP positioniert sich gegen Vorschläge zur Änderung des § 219a StGB


14.12.2017
Schimmer-Göresz (ÖDP) "Steigende Waffenexporte sind verantwortungslos!" ÖDP beklagt friedenspolitisches Versagen der letzten Bundesregierung


Kalorienfallen auf dem Weihnachtsmarkt umgehen Die VERBRAUCHER INITIATIVE über energieärmere Alternativen


13.12.2017
Kaufland fördert E-Mobilität mit über 100 Ladestationen Bis Mitte Februar 2018 stehen den Kaufland-Kunden und -Mitarbeitern bundesweit bereits mehr als 40 Stationen zur Verfügung.


12.12.2017
Rinn ist Preisträger für "Deutschlands nachhaltigstes mittelgroßes Unternehmen 2018" Damit wird Rinn für seine konsequent umgesetzte Nachhaltigkeitsstrategie und für seine Vorreiterrolle in der Betonsteinbranche ausgezeichnet.


ÖDP: Rodung des Hambacher Waldes endgültig beenden! "Waldgebiet schützen!"


STADTLANDBIO 2018: Ernährungswende durch kommunale Ernährungspolitik? Kongress STADTLANDBIO, NürnbergConvention Center, 15.-16.02.2017


In der Weihnachtszeit auch an die Umwelt denken Die VERBRAUCHER INITIATIVE mit Tipps für einen nachhaltigeren Advent


  neue Partner