Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 24.02.2009
Illegale Fischerei trifft Ärmste der Welt
Expertin: EU-Richtlinie über Fanggründe als effektive Maßnahme
London (pte/24.02.2009/13:55) - Das Problem der illegalen Fischerei ist enorm, meint OECD-Fischerei-Experte Michael Lodge. Bis zu einem Fünftel der weltweiten Fänge sollen demnach ohne Berechtigung aus den Meeren entnommen werden, berichtet BBC-Online. Seit dem Jahr 2000 warnen UNO-Experten vor den massiven Auswirkungen der illegalen Fischerei auf den Weltmeeren. Neben der ohnehin rücksichtslosen Ausbeutung der Meere durch legale Fangflotten, komme dies noch erschwerend hinzu, meint Lodge.

Die Skipper der illegal agierenden Fischkutter suchen sich Fanggründe in jenen Ländern aus, die aufgrund wirtschaftlicher Schwächen ihre eigenen Gewässer nicht oder kaum schützen. Im Atlantischen Ozean liegen diese fischreichen Regionen vor der Küste Westafrikas - und damit in der Wirtschaftszone einiger der ärmsten Länder der Welt. Seit Jahrhunderten fischen in den Küstengewässern die Bewohner kleiner Gemeinden. Doch der weltweit steigende Hunger nach Fisch führt zu einer Zunahme der illegalen Fänge. "Illegal bedeutet in diesem Zusammenhang vieles. Das reicht von Fischerei ohne Lizenz, innerhalb der Jurisdiktion eines Staates oder aber in Regionen, die als Schutzgebiete ausgewiesen sind", meint die belgische Fischereiexpertin Helen Bours gegenüber pressetext. Illegal sei aber auch die Verwendung von verbotener Ausrüstung wie etwa zu kleinen Netzen. "Illegale Fischerei gibt es auch auf hoher See, denn die meisten Fischgründe werden von regionalen Fischereibehörden verwaltet und diese geben dann Fangquoten bekannt", erklärt Bours.

"In Wirklichkeit kennt man die Ausmaße der illegalen Fischerei nicht", meint Bours. Die Zahlen und Daten wären Schätzungen. Eine Quantifizierung sei sehr schwer. "Die neue EU-Richtlinie gegen die illegale Fischerei, die am 1. Jänner 2010 in Kraft tritt, fordert eine genaue Bezeichnung über den Fisch, der in Europa auf den Markt kommt. Eine ähnliche Regelung wird es auch für den US-amerikanischen Markt geben." Damit werde der illegalen Fischerei die Möglichkeit genommen, ihre Produkte auf den größten Märkten zu verkaufen. "Das ist eine sehr effektive Methode", meint die Expertin. Für China und Japan gebe es solche Richtlinien nicht. "Man darf aber nicht vergessen, dass die EU der größte Markt ist", so Bours.

2005 hat das britische Department for International Development www.dfid.gov.uk den Wert der illegal entnommenen Fische hochgerechnet und war auf eine Summe von jährlich neun Mrd. Dollar gekommen. Wie dramatisch die Situation ist, zeigt sich am Beispiel des westafrikanischen Staates Guinea während einer einmonatigen Expedition von Greenpeace und der Environmental Justice Foundation. In dieser Zeit hatte rund die Hälfte der vor der Küste des westafrikanischen Landes aufgegriffenen 92 Schiffe keine Lizenz. "Die illegalen Fischer hatten nie damit gerechnet, dass ein Küstenwachboot so weit hinaus fahren würde", so Bours. Die illegalen Fischer hatten engmaschige Netze, entnahmen große Mengen an Jungfischen und bedienten zudem Grundschleppnetze mit denen sie den Ozeanboden zerstörten. Die illegale Fischerei bedroht nicht nur die langfristigen wirtschaftlichen Chancen der Region, sie entzieht den Bewohnern auch die Quelle für proteinreiche Nahrung. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

24.03.2017
MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) zum 60. Geburtstag der Europäischen Union Buchner: EU muss transparenter und demokratischer werden


23.03.2017
Sparsam und trotzdem hell: Beleuchtung Nicht jede Lampe ist für jeden Anwendungsbereich geeignet


ÖDP zur Zeitumstellung: kein Nutzen Risiko für die Gesundheit beenden!

10 Jahre Earth Hour am 25. März ÖDP bittet: mitmachen und CO2-Fasten

21.03.2017
NGOs fordern deutsche Teilnahme an Atomverhandlungen Ab 27. März werden die Vereinten Nationen in New York über einen Verbotsvertrag beraten. Der ehemalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte angekündigt, dass Deutschland den Verhandlungen fernbleibt.

Jeder Dritte hat Probleme durch Zeitumstellung Kinder leiden unter dem Dreh an der Uhr besonders häufig

Nachruf auf Karl-Friedrich Sinner Wenn heute der Nationalpark Bayerischer Wald als der vorbildhafte Nationalpark Deutschlands schlechthin mit höchstem internationalem Ansehen gilt, dann hat Karl-Friedrich Sinner daran entscheidenden Anteil.


Die Ressource 'Wasser' besser schützen AgrarBündnis fordert Schutz durch Systemwechsel in der Agrarpolitik

Otto Group erhöht Ordermenge für nachhaltige Baumwolle deutlich und spart 33 Milliarden Liter Wasser ein Mit dieser Menge Wasser könnten in Deutschland etwa 750.000 Menschen ein ganzes Jahr lang versorgt werden.


  neue Partner