Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 05.02.2009
Statt ungenügender Selbstverpflichtung: ESL-Milch verbindlich und klar kennzeichnen
Zu den Ergebnissen der Gespräche zwischen Bundeslandwirtschaftsministerium, Milchwirtschaft und Einzelhandel über eine Kennzeichnung der länger haltbaren "ESL-Milch" (Extended Shelf Life) erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

Die rein freiwillige Selbstverpflichtung der Milchwirtschaft zur Kennzeichnung der ESL-Milch ändert nichts am Problem der Irreführung der Konsumenten und ist ein Schlag ins Gesicht des Verbrauchers. Durch die Aufschrift "länger haltbar" wird nicht deutlich, dass es sich um kurzzeitig hocherhitzte Milch mit weniger Vitaminen und einem Kochgeschmack handelt. Die Bezeichnung "traditionell hergestellt" für herkömmliche Frischmilch ist ebenfalls Verbrauchertäuschung, weil so eine artgerechte Haltung auf der Weide vorgaukelt wird, obwohl ein Großteil der Milch von Hochleistungskühen aus Massentierhaltung stammt.

ESL-Milch, die wie H-Milch schon wochenlang im Ladenregal stehen kann, muss auch in der Kennzeichnung eindeutig von Frischmilch unterscheidbar sein. Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Milchwirtschaft ist unsinnig, kaum kontrollierbar und wettbewerbsverzerrend, da sich niemand daran halten muss und die Irreführung der Verbraucher nicht sanktioniert wird. ESL Milch hat bereits einen Marktanteil von bis zu 60 Prozent erreicht und droht die eigentliche Frischmilch vollständig zu verdrängen, da wegen der mangelhaften Deklaration vielen Verbraucherinnen und Verbraucher die Qualitätsunterschiede nicht klar sind.

Das völlig ungenügende Ergebnis der Gespräche unter Federführung des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz zeigt deutlich die Schwäche der Ministerin Aigner. Sie hat sich wie schon bei der Ampelkennzeichnung zum Nährwert von Lebensmitteln den Wünschen der Industrie und des Handels gebeugt und die Interessen des Verbraucherschutzes ignoriert.

Wir fordern die Bundesregierung auf, umgehend verbindliche Kennzeichnungsvorschriften für ESL-Milch zu erlassen, die deutlich machen, dass es sich hierbei nicht um Frischmilch, sondern um hocherhitzte Milch handelt. Wir werden dazu in der kommenden Woche einen Antrag zur klaren Kennzeichnung von "länger haltbarer" Milch einbringen.

Hintergrund:
Verbraucherinnen und Verbraucher und ihre Vertretungen kritisieren zunehmend die irreführende Auslobung sogenannter Extended Shelf Life (ESL)-Milch als "länger frisch" oder "maxi-frisch". Eine auf Temperaturen bis zur 127 Grad erhitzte Milch, die bis zu 21 Tagen haltbar ist, widerspricht den Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher an Frischmilch. Die bisher als Frischmilch verkaufte Milch wurde nur bis auf 72 bis 75 Grad erhitzt. Erhitzungsverfahren über 100 Grad Celsius stellen eine höhere Verarbeitungsstufe dar, die mit Vitaminverlusten, Qualitätsverlusten und Kochgeschmack einhergehen. Die erhöhte Lagerfähigkeit dient der Kostenersparnis von Verarbeitern und Handel, aber nicht den Qualitätsbedürfnissen der Verbraucher. Eine derart behandelte Milch muss als weniger natürlich und frisch gelten und entsprechend erkennbar sein.


Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

27.05.2016
Maschinendatenerfassung für effizientere Produktionsprozesse Mit einer effizienten IT-Verwaltung lassen sich Produktionsprozesse in den meisten Fällen um ein vielfaches effizienter gestalten.


Lärm: Ein Umweltproblem mit Gesundheitsgefahren Es gibt viele Möglichkeiten, Lärm zu vermeiden oder ihn zumindest zu reduzieren.


26.05.2016
Sonnenschutz für Haut und Augen Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zum Sonnenschutz


OVG Münster sieht keinen Rechtsverstoß beim Kükenschreddern ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen!


Nachhaltig reisen VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Urlaubslabels


24.05.2016
Afrika und Europa: Gemeinsam an Lösungen arbeiten! Europäische Milcherzeuger reisen nach Burkina Faso, um mit ihren dortigen Kollegen das Problem der EU-Überproduktion zu diskutieren


Rio 2016 - Warum müsst Ihr unter Olympia leiden? KINDERpressekonferenz im ZOOM Kindermuseum. Zwei Teenager aus Rio stellten sich den Fragen einer Wiener Schulklasse zu Menschenrechtsverletzungen im Schatten von Olympia in ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro.


Die Zukunft nachhaltigen Waschens HAKA Kunz launcht das flüssige HAKA Feinwaschmittel pur - ein Förderprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Bauer sucht Hof - Bioboden verbindet Infoveranstaltung über die Arbeit der jungen BIOBODEN Genossenschaft am 31. Mai 2016 um 19 Uhr in der GLS Bank München


  neue Partner