Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 22.01.2009
Dünger im Nil sorgt für Fischreichtum
Menschliches Zutun verändert Ökologie weitgehend
Das Wasser des Nils ist überlebenswichtig für Ägypten (Foto: D. Schütz/pixelio)
London/Wien (pte/21.01.2009/16:39) - Düngemittel und Abwässer, die im Nil eingebracht werden, sorgen im angrenzenden Mittelmeer für Fischreichtum. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der University of Rhode Island im Wissenschaftsmagazin PNAS. Nach den nun vorliegenden Erkenntnissen hat die massive Einbringung von Dünger zu einer dramatischen Zunahme an Fischen geführt. Mindestens 60 Prozent der Fischproduktion sind auf die Düngung zurückzuführen, meinen die Forscher.

"In den 1980er Jahren konnte man einen deutlichen Aufschwung der Küstenfischerei feststellen", berichten die Forscher. Heute ist die Ausbeute aus diesen Gewässern drei Mal höher als vor der Eröffnung des Assuan-Staudammes Mitte der 1960er-Jahre, der die Zahl der Ernten erhöhte und große Auswirkungen auf den Wasserhaushalt der Küstenregion hatte. Allein an der Verbesserung der Ausrüstung und der Methoden der Fischer könne die jetzige Fischreichtum nicht liegen, meinen die Wissenschaftler. Untersuchungen der Bevölkerungsdichte zeichnen ein sehr interessantes Bild: Seit der Eröffnung des Assuan-Damms hat sich die Bevölkerung Ägyptens verdoppelt, der Kalorienverbrauch, der Fleischkonsum der Ägypter um mehr als ein Drittel erhöht. Die Menge der Düngemittel stieg um das Vierfache an.

"Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen ohne Intentionen die Ökosysteme verändern", schreibt Studienautor Autumn Oczkowski von der Rhode Island Graduate School of Oceanography www.gso.uri.edu. "Die Ägypter haben das Land gedüngt und mit dem Wasser das Meer gleich mit dazu." Untersuchungen an mehr als 600 Fischen in den Jahren 2006 und 2007 zeigten deutlich, dass die Tiere sich von Plankton und Algen ernährten. Das sei eine völlig neue Erkenntnis, denn bisher sei immer die Rede davon gewesen, wie sehr Nährstoffe das Ökosystem Meer schädigen. "Beispiele dafür sind etwa die Chesapeake Bay und der Golf von Mexiko, die unter dem starken Nährstoffeintrag leiden und in denen sich so genannte Todeszonen gebildet haben", meint auch die Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms www.greenpeace.at im pressetext-Interview. "Ungünstig wirken dazu auch fehlende Meeresströmungen, die den ganzen Meeresboden absticken." Fischreichtum sei auch nicht gleich Fischreichtum, bemerkt die Expertin. Man müsse genau untersuchen, welche Arten von Fischen sich hier stark vermehrt haben.

"In manchen Regionen sind Bestände von verschiedenen Fischarten extrem gestiegen und haben dadurch die ganze Nahrungskette durcheinander gebracht", meint Helms. Davon dass zu starker Nährstoffeintrag im Meer Schäden anrichtet, sei auszugehen. Ganz so unkritisch sehen die Forscher die Ergebnisse auch nicht. "Man muss erst sehen, wie lange der Fischreichtum anhält. Es gibt Hinweise darauf, dass der vermehrte Nährstoffeintrag bis zu einem gewissen Punkt das Fischwachstum stimuliert und dann die Fischerei aufgrund von schlechter Wasserqualität und Überfischung zu einem Ende kommt." (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

22.05.2017
Weniger Klamotten = weniger Altkleider = bessere Welt


ÖDP: Bürgerinnen und Bürger brauchen mehr Transparenz und Mitbestimmung Forderung nach bundesweiten Volksentscheiden und dem Verbot von Firmenspenden an Parteien


ForestFinance zum internationalen Tag der Biodiversität Ein Hoch auf die biologische Vielfalt und alle, die sich für sie stark machen


Atommüll-Lager: Was soll wann wie wohin - und wer macht was? Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 9. bis 11. Juni 2017

19.05.2017
Live-Webinar mit Psychocoach Andreas Winter: "Warum Nichtrauchen so einfach sein kann!" Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2017


Rationale Kaufentscheidungen? Von wegen! Interview mit Unternehmensberater Bernd Schüßler zum Thema Käuferverhalten im Lebensmittelmarkt


18.05.2017
Anspruchsvolle Zertifizierung für Energiewendeunternehmen (EWU) TÜV SÜD aktualisiert Kriterienkatalog


Neu von Grünhof: Knackig frische Brotaufstrich-Vielfalt


Kompromiss zum Pflegeberufegesetz ist Armutszeugnis für Große Koalition Kompromiss zum Pflegeberufegesetz ist Armutszeugnis für Große Koalition


  neue Partner