Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Deutsche Umwelthilfe e.V., D-78315 Radolfzell
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 27.01.2009
Bundesregierung bleibt dabei: "Ein Herz für Klimakiller"
Deutsche Umwelthilfe beklagt falsches Signal an die Automobilindustrie, weiterhin spritdurstige Fahrzeuge zu bauen - Deutschland verzichtet im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten auf wirksame Kauf€anreize für besonders effiziente und saubere Pkw - DUH Geschäftsführer Resch: Kfz-Steuersenkung für den 500 PS Geländewagen Audi Q7 ist Kapitulation der Politik vor den Lobbyisten der Automobilindustrie

Zur Einigung der Großen Koalition über die künftige Ausgestaltung der Kfz-Steuer erklärt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V., Jürgen Resch:

"Nach über einem Jahrzehnt intensiver Diskussionen über die Umgestaltung der Kraftfahrzeugsteuer in eine Klimaschutzsteuer hat die Bundesregierung diesen Anspruch vollständig aufgegeben. Eine große Chance wurde vertan. Mehr noch: CDU/CSU und SPD verabschieden sich mit dieser neuen Kfz-Steuer, die keine wirksame Lenkung hin zu Sprit sparenden Fahrzeugen entfaltet, endgültig von einer "ökologischen Industriepolitik". Die nun beschlossene Mischmasch-Steuer mit einem Hubraum und einem CO2-Anteil steuert nicht in Richtung Klimaschutz und sie steuert nicht dagegen. Mit der Kfz-Steuer und ihrer Vorgeschichte treibt die Große Koalition Symbolpolitik in Vollendung.

Es ist zu befürchten, dass die deutschen Autohersteller das Signal der Regierung so verstehen, wie es gemeint ist: Macht weiter wie bisher! Diese Bundesregierung erhebt nicht den Anspruch mit Steuern (oder Konjunkturpaketen) zu steuern, wohin auch immer. Baut weiter übermotorisierte, schwere und durstige Autos, die die Welt in Zeiten des Klimawandels nicht braucht. Nehmt Euch ein Beispiel an Euren amerikanischen Vorbildern GM, Chrysler und Ford, überlasst den Massenmarkt der Zukunft den Japanern, den Franzosen, den Italienern, den Südkoreanern und den Osteuropäern.

Im europäischen Ausland sind in den vergangenen Monaten Kfz- und Zulassungssteuern in Kraft getreten, die den Anspruch erheben, die Autoindustrie in Richtung Verbrauchsminderung und Klimaschutz zu lenken - und die diesen Anspruch erfüllen. Im Klartext: Für besonders effiziente Pkw mit Hybrid- oder alternativem Antrieb werden Zuschüsse von mehreren tausend Euro € gewährt, übermotorisierte Vorstadtpanzer mit 500 PS Leistung und dem Durst eines Kleinflugzeugs werden mit wirklich schmerzhaften Klimaschutzsteuern verteuert. Und erkennbar ist schon jetzt: die Autokunden in diesen EU-Ländern reagieren wie gewünscht. Sie wenden sich in Scharen staatlich geförderten, verbrauchsarmen Pkw zu.

Hierzulande bleibt nur die Hoffnung, dass die deutschen Autokäufer den finanziellen Verlockungen dieser Bundesregierung zur Absatzförderung von Klimakillern widerstehen und so die Autobauer zwingen, endlich effiziente Autos zu bauen. Bisher feiern die Hersteller nach Dienstwagen-Privileg, Kfz-Steuerbefreiung, Verschrottungsprämie und EU-CO2-Paket erneut einen Lobbyerfolg, der sich schnell als Danaer-Geschenk der Bundesregierung erweisen wird. Vielleicht lösen ja die ersten Erfahrungen mit dem zur "Umweltprämie" umetikettierten Verschrottungsbonus einen Lerneffekt aus. Von ihr profitieren in erster Linie die Hersteller, deren Produktpalette noch am ehesten den Bedarf ihrer Kunden in Zeiten von Klima- und Wirtschaftskrise widerspiegeln. Und das sind vor allem nicht die deutschen."


Für Rückfragen:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin;
Mobil.: 0171 3649170, Fax.: 030 2400867-19, Email: resch@duh.de

Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin;
Tel.: 0302400867-0, Mobil: 0171 5660577, Fax: 030 2400867-19, Email: rosenkranz@duh.de


Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

30.05.2016
Innovative Solarstromspeicher Seit 2015 ist eine neue Generation Batteriespeicher von sehr leistungsstarken und zudem auch bezahlbaren Solarspeichern auf dem Markt. Diese

28.05.2016
Das Klima-Dilemma Seit Paris im Dezember 2015 ist sich die Welt einig, dass Klimaschutz die Überlebensfrage der Menschheit ist.

27.05.2016
Maschinendatenerfassung für effizientere Produktionsprozesse Mit einer effizienten IT-Verwaltung lassen sich Produktionsprozesse in den meisten Fällen um ein vielfaches effizienter gestalten.


Lärm: Ein Umweltproblem mit Gesundheitsgefahren Es gibt viele Möglichkeiten, Lärm zu vermeiden oder ihn zumindest zu reduzieren.


26.05.2016
Sonnenschutz für Haut und Augen Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zum Sonnenschutz


OVG Münster sieht keinen Rechtsverstoß beim Kükenschreddern ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen!


Nachhaltig reisen VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Urlaubslabels


24.05.2016
Afrika und Europa: Gemeinsam an Lösungen arbeiten! Europäische Milcherzeuger reisen nach Burkina Faso, um mit ihren dortigen Kollegen das Problem der EU-Überproduktion zu diskutieren


Rio 2016 - Warum müsst Ihr unter Olympia leiden? KINDERpressekonferenz im ZOOM Kindermuseum. Zwei Teenager aus Rio stellten sich den Fragen einer Wiener Schulklasse zu Menschenrechtsverletzungen im Schatten von Olympia in ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro.


  neue Partner