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Presse-Stelle:  Deutsche Umwelthilfe e.V., D-78315 Radolfzell
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 26.01.2009
Die Elbe verbindet: Deutsch-tschechischer Jugendaustausch für den Naturschutz
Die Deutsche Umweltschutzorganisation DUH startet die Zusammenarbeit von Schulen in Tschechien und Deutschland, um das Verständnis von Jugendlichen aus beiden Staaten für den gemeinsamen Natur- und Kulturraum Elbe zu stärken
Die Deutsche Umweltschutzorganisation DUH startet die Zusammenarbeit von Schulen in Tschechien und Deutschland, um das Verständnis von Jugendlichen aus beiden Staaten für den gemeinsamen Natur- und Kulturraum Elbe zu stärken

Berlin/Decin, 26. Januar 2009: Auf einem deutsch-tschechischen Treffen haben heute im tschechischen Decin Lehrerinnen und Lehrer aus den beiden Nachbarländern die ersten Schritte für einen Schüleraustausch entlang der Elbe diskutiert. Die Umwelt- und Naturschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hatte mit finanzieller Unterstützung der Alcoa Foundation zu dem Treffen eingeladen und das Konzept des Projekts "Youth-4-Elbe" erläutert. Denn bereits im Mai treffen sich tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler in Dessau (Sachsen-Anhalt) zu einem ersten Jugend-Camp an der Elbe. Auf Entdeckungstouren am Flussufer und in Workshops zu Naturschutz, Artenvielfalt, Wirtschaft und Kultur sollen die Jugendlichen ein besseres Verständnis für den gemeinsamen Lebensraum Elbe bekommen. "Die Kinder und Jugendlichen aus beiden Ländern sollen angeregt werden, sich gemeinsam mit der Elbe zu beschäftigen, um so die Identifizierung mit dem beide Staaten verbindenden Fluss zu stärken und die länderübergreifende Zusammenarbeit im Naturschutz zu verbessern", sagte Ines Wittig, Leiterin des Projekts der Deutschen Umwelthilfe e.V.

Die DUH hat mit einer ganzen Reihe von Schulen an deutschen Flüssen wie Weser, Neckar oder auch an der Elbe viele Jahre Erfahrung in der naturkundlichen Erlebnispädagogik. Die Schulen in dem von der DUH gegründeten Netzwerk "Schulen für Lebendige Flüsse" übernehmen dabei konkrete Patenschaften für die vor ihrer Haustür fließenden Flüsse und kümmern sich um den lokalen Natur- und Artenschutz.

Da die Elbe einer der letzten weitgehend natürlichen Flüsse im Zentrum Europas ist, arbeitet die DUH nun auch mit Schulen im Nachbarland Tschechien zusammen. Die Schülerinnen und Schüler aus den beiden Ländern sollen ebenso das Leben im Fluss und am Ufer kennenlernen, wie auch die Verbindungen und die Unterschiede ihrer Kultur erleben. Denn die Elbe verbindet nicht nur einen natürlichen Lebensraum, sondern auch einen seit Jahrhunderten gewachsenen gemeinsamen Kulturraum.

Gerade die Elbe weist im Vergleich mit anderen Flüssen hervorragende Lebensraumbedingungen auf, haben sich doch an den Ufern noch größere Auwälder und Überschwemmungsgebiete erhalten. Diese Feuchtwälder und Wiesen sind für den Schutz bedrohter Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch und Amphibien wie Moorfrosch und Rotbauchunke entscheidend. Auwälder schützen zudem das dahinterliegende Land vor Hochwasser, da sie wie ein Schwamm die großen Wassermassen halten und den Druck auf Deiche mildern. Die Elbe ist einer der fischreichsten Ströme Europas. Knapp 80 Arten leben entlang des 1.049 km langen Flussverlaufs von der Quelle bis zur Mündung.

"Die Alcoa Foundation sieht in der Unterstützung des Projektes eine Möglichkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu fördern und gleichzeitig die Kommunikation zwischen Jugendlichen aus Deutschland und der Tschechischen Republik zu intensivieren", sagte Christine Eikermann, Leiterin der Alcoa Foundation Deutschland. Die Stiftung arbeitet bereits zum zweiten Mal mit der Deutschen Umwelthilfe zusammen und sieht gerade in der Vermittlung von Wissen über Flüsse eine große Bedeutung. Denn Flüsse sind im wahrsten Sinne Lebensadern: Sie verbinden Regionen und Kulturen miteinander, haben eine große wirtschaftliche Bedeutung und sie gehören zu den sogenannten Hot Spots der Artenvielfalt.

Das Projekt "Jugend für eine Lebendige Elbe" wird im Rahmen des Projekts Lebendige Elbe durchgeführt, das Unilever Deutschland finanziell fördert. Ziel des Projekts ist, die rund 400 an der Elbe aktiven Gruppen und Initiativen zu vernetzen, um so ein ganzheitliches Schutzkonzept für die Elbe zu entwickeln. Ein wichtiger Bestandteil ist die Umweltbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Das Projekt Lebendige Elbe gehört zur DUH-Initiative Lebendige Flüsse, in der mittlerweile mehr als zehn Flüsse und die Einzugsgebiete zusammen arbeiten. Das Netzwerk Lebendige Flüsse wird von T-Mobile, Kyocera Mita und C&A gefördert.


Für Rückfragen:

Ines Wittig, Projektleiterin, Deutsche Umwelthilfe e.V., Poststr. 7, 06366 Köthen, Tel.: +49 3496 210009; Fax: +49 3496 210008, Mobil: +49 160 5321056, E-Mail: lebendigeelbe@duh.de

Agnes Sauter, Naturschutzreferentin im Netzwerk Lebendige Flüsse, Deutsche Umwelthilfe e. V., Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell; Mobil.: +49 175 5724833, E-Mail: sauter@duh.de






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