Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 05.12.2008
Kein Regenwald zu Viehfutter
Germanwatch kritisiert zum Klimaaktionstag: Die Massenproduktion von Fleisch und Milchprodukten beeinträchtigt unser Klima
Bonn, 05.12.08: "Aber es werden nur glückliche Regenwälder gerodet!"
steht auf dem Plakat, das Germanwatch-Aktivisten vor der Zentrale der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA) in Bonn hochhalten. Zum morgigen weltweiten Klimaaktionstag fordert Germanwatch als Teil der Klima-Allianz umfassenden Klimaschutz. "Wer jetzt noch großangelegte Werbekampagnen für den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten durchführt,zeigt, dass er von den Klimaherausforderungen nicht viel verstanden hat", so Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch. Gerade die CMA wirbt mit ihren Plakaten für mehr Fleisch und für mehr Milch. Stattdessen sollte sie eine ökologische Landwirtschaft propagieren, die auf Massentierhaltung und importierten Futtermitteln aus Regenwäldern verzichtet, sagt Kerstin Lanje, Referentin für Welthandel und Ernährung bei Germanwatch.

Etwa 20% der globalen CO2-Emissionen entstammen der Entwaldung. Die Rodung des Regenwaldes geschieht vorwiegend zum gewinnbringenden Holzverkauf, für Weideland und zur Gewinnung von Anbauflächen, zumeist für Soja, welches in Industrieländern als Kraftfutter in der Tierproduktion eingesetzt wird. Zur Produktion einer Kalorie Fleisch werden ein Vielfaches an Getreidekalorien eingesetzt, dazu kommt ein hoher Wasserverbrauch und zunehmender Druck auf die knapper werdende globale Lebensmittelproduktion. Die Nahrungsmittelkrise wirft ihre Schatten voraus: In neun der letzten zehn Jahre wurde weniger produziert, als konsumiert.

Germanwatch betont, dass die weltweite Nahrungsmittelkrise, die Energiekrise und die Klimagefährdungen nur zusammen gelöst werden können. "Wer jetzt kurzfristig den Klimawandel mit Agrokraftstoffen bekämpfen will, überlässt die Armen in den Schwellen- und Entwicklungsländer dem direkten Konkurrenzkampf nach fossilen Energiereserven. Eine Konkurrenz entsteht beispielsweise durch das Tankverhalten in den Industrieländern" sagt Stefan Rostock von Germanwatch. Nötig sind Investitionen und Förderprogramme in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Diese würden den Druck von den Hauptbetroffenen des Klimawandels in den Schwellen- und Entwicklungsländern nehmen und die Investitionen im jeweiligen Land belassen, insbesondere würde auch der innovative Mittelstand profitieren.

Nur mit einem raschen beherzten Umsteuern von einem fossilen auf ein CO2-freies Wohlstandsmodell ist der Klimawandel abzumildern. Deutschland und die EU stehen in der Gefahr derzeit als Klimaschutzverhinderer zu agieren. Deutschland und die EU können, wenn sie jetzt umsteuern, die notwendigen Vorbilder sein, die der Prozess zu einem neuen Klimaabkommen so dringend braucht. Der Klimagipfel in Posen wird die Signale aus Brüssel und Berlin deutlich registrieren.

Mitarbeiter der CMA wurden auf die Germanwatch-Aktion aufmerksam. Ein Sprecher bot Germanwatch an, einen Dialog zu dem Thema zu führen.
Germanwatch wird dieses Angebot prüfen, um konstruktiv eine angemessene Berücksichtigung von Klimaaspekten in der Werbung der CMA zu erreichen.
Ziel sollte ein klimafreundlicheres Verhalten von Produzenten und Konsumenten sein.

Germanwatch unterstützt die Aktivitäten der Klima-Allianz zum Globalen Klimaaktionstag am 6.12.2008. Die Klima-Allianz ist ein Bündnis von über 100 Organisationen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass jetzt politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine drastische Senkung der Treibhausgase in Deutschland bewirken.

Kontakt für Rückfragen:

Klaus Milke, +49-172 4072837, milke@germanwatch.org (auf der Klimakonferenz in Poznan/Polen) Kerstin Lanje, 0228-60492-15; 0151-14907665, lanje@germanwatch.org Stefan Rostock, 0228 60492-26, 0178/5637075, rostock@germanwatch.org

Achtung Bildredaktionen:

Ein Foto der Aktion ist beigefügt. Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten. Bildquelle: Larissa Neubauer, Germanwatch Vorschlag Bildlegende: Germanwatch-Mitarbeiter protestieren vor der CMA-Zentrale in Bonn.

Das Plakat kann auf der Aktions-Website der Klima-Allianz heruntergeladen werden unter www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/cma_parodie_091.pdf

Weitere Informationen unter: www.germanwatch.org und www.die-klima-allianz.de



--
Larissa Neubauer
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Germanwatch e.V.
Dr.Werner-Schuster-Haus
Kaiserstr. 201
D-53113 Bonn
Tel. +49 (0)228 / 60492-23, Fax -19
www.germanwatch.org

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

27.06.2017
Dobrindt - Schutzpatron der Autoindustrie und Gefahr für Klima und Verbraucher Pressemitteilung von Herbert Behrens

Stifter unterstützt Protestbewegungen mit einer Million Euro Bewegungsstiftung erhält Zustiftung in Höhe von einer Million Euro, um soziale Bewegungen zu stärken

Weltweite Energiewende bis 2030 jetzt beschleunigen: Was die G20 leisten muss Pressekonferenz und Event im Hamburger Rathaus, 4. Juli 2017

Wie die G20 die globale Energiewende vorantreiben kann Wissenschaftler des IASS empfehlen Investitionsstopp für fossile Infrastruktur und ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien


BIOFACH CHINA Elfte Ausgabe mit mehr Ausstellern und Besuchern


Fairness - Zum Verständnis von Gerechtigkeit Ein neuer Dokumentarfilm erforscht unser Verständnis von Gerechtigkeit - ab dem 29.6. im Kino


26.06.2017
Innovation aus Pirmasens: Bundesweites Pilotprojekt zur Phosphorrückgewinnung aus Nassschlamm


Durch die Hintertür: Europäisches Patentamt will Patente auf Pflanzen und Tiere ausweiten In dieser Woche fällt wichtige Entscheidung zur Auslegung von Patentverboten


Zum 25-jährigen Bestehen der BVVG: 25 Jahre interessengesteuerte Bodenpolitik


  neue Partner