Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 25.11.2008
Bundesregierung ignoriert Probleme der Imkerei
Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zur Gefährdung von Bienen und Wildinsekten erklären Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen, und Cornelia Behm, Sprecherin für Agrarpolitik:

Die Welt der Bienen und der Imker ist entgegen der Aussage der Bundesregierung nicht in bester Ordnung, sondern in Alarmzustand.

Das diesjährige Bienensterben am Rhein wurde durch eine Vergiftung durch das Bayer-Pestizid Clothianidin ausgelöst. 500 Millionen Bienen starben. Trotzdem spricht sich die Bundesregierung weiterhin nicht für ein klares Verbot des Insektizids aus. Die Bundesregierung wird laut eigener Aussage keine Maßnahmen ergreifen, um in Zukunft diese Fehlanwendungen von Pestiziden auszuschließen. Sie ignoriert auch, dass Bienen bereits unterhalb der akuten Vergiftungsschwelle durch solche Pestizide geschädigt werden. Wir fordern, dass diese gefährlichen Insektizide wie in Italien und Frankreich verboten werden.

Die Bundesregierung verweigert den Imkerinnen und Imkern weiterhin den Schutz vor Kontamination durch die Agrogentechnik. Für die Imker bedeutet dies eine gesundheitliche Gefährdung der Bienen, wirtschaftliche Schäden durch nichtverkehrsfähigen Honig und die Vertreibung von ihren Standorten. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Lücken im Gentechnikgesetz endlich zu schließen. Es kann nicht sein, dass die Imker die miserable Rechtslage mit großem finanziellem Aufwand selber vor Gericht klären müssen, weil die Bundesregierung ihre Problemlage ignoriert.

Eine aktuelle Studie aus Brandenburg belegt, dass die Abstandsregelungen von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu konventionell bewirtschafteten Feldern zu gering sind. Bienen halten sich nicht an Abstandsgrenzen. Hierzu will die Bundesregierung künftig die "Ergebnisse einbeziehen und die Abstände ständig überprüfen". Gleichzeitig teilt die Regierung aber mit, dass sie keine von der Gentechnik-Industrie unabhängigen Forschungsprojekte finanziert, bei denen das Ausbreitungspotenzial und die Gefährdung der gentechnikfreien Imkerei durch den Anbau von Gentech-Mais MON810 untersucht werden.

Die Bundesregierung muss daher die Verantwortung für Bienen und Imkerei, aber auch für Wildinsekten und Naturschutz übernehmen, wie sie es auf zahlreichen Biodiversitäts- und Klimakonferenzen versprochen hat. Dazu muss sie die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessern, um die Gesundheit der Bienen und die Unterstützung der Imkerinnen und Imker sicherzustellen.

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

30.06.2016
Immobilien aus den 50er oder 60ern - Vielfältiger Sanierungsbedarf Eine Altbausanierung ist meist ein aufwändiges Unterfangen.


MdEP Buchner (ÖDP) unterstützt CETA-Volksantrag in Baden-Württemberg Buchner: "Nun haben die Bürger das Wort"


29.06.2016
Tipps zum sicheren Online-Shopping Mit diesen Tipps geraten Sie nicht in die Online-Shopping-Falle


CETA-Ratifizierung: ÖDP-Bundesvorsitzende über Juncker empört Schimmer-Göresz: "Rücktritt überfällig!"


Fehlsteuerung EEG 2016 Punkt 1: Energiewende falsch verstanden


28.06.2016
Äußerst hartnäckig: Fußpilz KKH: Die ansteckende Pilzinfektion kann jeden treffen / Fußhygiene das A und O

Atommüll: Eine Lösung kann es nur geben, wenn der Fehler Gorleben eingestanden wird Nach zweieinhalbjähriger Arbeit hat die Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle ihren Abschlussbericht "Verantwortung für die Zukunft" fertiggestellt.

Mehrwegsystem: Hendricks setzt weiteren Sargnagel Zur freiwilligen Vereinbarung zwischen der Getränkeindustrie und Umweltministerin Hendricks zur Kennzeichnung von Einweggetränken an Regalen erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Neue Crowdfunding-Kategorie "Blue Planet" bei bettervest.com bettervest startet neue Crowdfunding-Kategorie "Blue Planet" für ökonomisch und ökologisch nachhaltige Geschäftsmodelle


  neue Partner