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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  NürnbergMesse GmbH, D-90471 Nürnberg
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 04.11.2008
Konstantes Wachstum auf den Bio-Märkten weltweit
USA und Deutschland Vorreiter im internationalen Markt | Weltleitmesse der Bio-Branche mit mehr als 2.900 Ausstellern
Sie ist in den besten Jahren und erfolgreich wie nie: Die BioFach wird 20. Mehr als 2.900 Aussteller informieren zu BioFach und Vivaness, Weltleitmessen für Bio-Produkte, Naturkosmetik und Wellness, die mehr als 46.000 Fachbesucher auf dem Messegelände Nürnberg über die Trends bei Bio-Produkten und Naturkosmetik rund um den Globus. Vom 19. bis 22. Februar 2009 überrascht der Messe-Twen mit einer Vielzahl Geburtstags-Highlights. Die Welt des Bio-Weins präsentiert sich zum zweiten Mal in der Weinhalle 4A , das Who-is-who der Naturkosmetik trifft sich in Halle 7A zur Vivaness und das Land des Jahres Dänemark verleiht der international größten Plattform der Bio-Branche 2009 eine Brise skandinavischen Flairs. Hoch im Kurs stehen 2009 Produkte aus dem fairen Handel, zu sehen auf der Sonderschau Organic + Fair in Halle 3. In der Textil-Area der Halle 7 präsentieren rund 40 Aussteller von Öko-Fashion und Naturtextil ihre aktuellen Kreationen.

Der internationale Bio-Markt wächst pro Jahr um circa 5 Mrd. US-Dollar. Sein Volumen überstieg 2007 erstmals 40 Mrd. US-Dollar, berichtet Organic Monitor. Weltweit liegt die ökologisch bewirtschaftete Fläche bei 30,4 Mio. Hektar. Die größte Bio-Anbaufläche befindet sich in Australien mit 12,3 Mio. ha, gefolgt von China (2,3 Mio. ha), Argentinien (2,2 Mio. ha) und den USA (1,6 Mio. ha). Der größte Teil der globalen Bio-Anbaufläche liegt damit in Ozeanien (42 %), gefolgt von Europa (24 %) und Lateinamerika mit 16 %. (The World of Organic Agriculture - Statistics and Emerging Trends 2008) "Wir gehen davon aus, dass die weltweite Bio-Fläche weiterhin steigt", so Helga Willer, Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FiBL, Schweiz. Aktuelle Zahlen von Anfang September 2008, die etwa die Hälfte der europäischen Länder einschließen, bestätigen ein Wachstum um circa 7 %. Insgesamt werden in Europa rund 8 Mio. ha biologisch bewirtschaftet. Grössere Zuwächse verzeichnen vor allem Länder Mittel- und Osteuropas.

Europa: Impulse aus dem Handel
Das im Mai 2008 veröffentlichte Handbuch "Specialised Organic Retail Report Europe" weist für alle untersuchten 27 Länder ein klares Wachstum aus", so Burkhard Schaer, Ecozept. Die positive Entwicklung geht vor allem in den jungen Bio-Märkten in Mittel- und Osteuropa häufig auf engagierte Einzelhändler zurück, die durch die Gründung von Läden in den Ballungszentren wichtige Impulse setzen. Auch internationale Akteure des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels (LEH) wie Carrefour stimulieren das Wachstum und bieten ihre unter Eigenmarke geführten Bio-Produkte in nahezu allen Ländern an, heißt es in der Studie.

Deutschland: Zugpferd der europäischen Öko-Branche
Nach mehreren Boomjahren mit jeweils rund 15 % Zuwachs ist der deutsche Markt für Bio-Lebensmittel im ersten Halbjahr 2008 um 10 % auf gewohnt hohem Niveau gewachsen, so die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK. Sein Anteil am Gesamtmarkt für Lebensmittel liegt mit 3,2 % nahezu doppelt so hoch wie 2004.

Was die jährlichen Zuwächse betrifft, führen Dänemark, das Land des Jahres der BioFach 2009, mit 33 % und Schweden mit 26 % die europäische Statistik an. Bemessen an der Marktgröße in Mrd. EUR liegt Deutschland vorne: 2007 wuchs der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln um 700 Mio. EUR auf insgesamt 5,3 Mrd. EUR. Knapp 79 % des Umsatzwachstums gingen dabei auf das Konto des LEH, so Ulrich Hamm, Uni Kassel, und Markus Rippin, Agromilagro. Konventionelle Handelsketten konnten ihren Marktanteil um 4 % auf 53 % steigern, der Naturkostfachhandel und die landwirtschaftlichen Erzeuger büßten jeweils 1 % ein und erzielten 22 % beziehungsweise 10 % Marktanteil. Auf das Lebensmittelhandwerk - dazu zählen Bio-Bäcker und Bio-Metzger - entfielen erneut 5 %, der Anteil der Reformwarenbranche gab um 1 % auf 4 % nach. Die Gruppe der Sonstigen, zum Beispiel Drogeriemärkte, erreichten 6 %. In absoluten Zahlen stiegen die Umsätze im LEH von 2,25 auf 2,8 Mrd. EUR, im Naturkostfachhandel von 1,08 Mrd. EUR auf 1,18 Mrd. EUR.

Immer mehr Landwirte in Deutschland stellen auf Bio um: Gegenüber dem Vorjahr wuchs die Zahl der Bio-Höfe 2007 um 6,5 % auf 18.703, die Bio-Flächen stiegen um 4,8 % auf 865.000 ha. 5 % der landwirtschaftlichen Unternehmen und 5,1 % der gesamten Landwirtschaftsfläche werden nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet. Die Gesamtzahl der im Öko-Sektor tätigen Firmen - dazu zählen sowohl Erzeuger als auch Verarbeiter, Importeure und Händler - ist um rund 12 % auf 26.820 gestiegen. (Zentrale Markt- und Preisberichtstelle, ZMP, Bonn)

Frankreich: 77 % der Franzosen wünschen sich mehr Bio
In den ersten vier Monaten 2008 konnte Frankreich einen Umsatzzuwachs der Bio-Supermärkte von 30 % verzeichnen (Bio Lineaires). 11.978 landwirtschaftliche Bio-Betriebe gab es in Frankreich 2007, 3 % mehr als im Vorjahr. Die Bio-Fläche betrug 557.133 ha oder 2 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. In Frankreich verarbeiten 5.031 Firmen Bio-Produkte, 1.371 Groß- und Einzelhändler bringen diese zu den Kunden. 77 % der Franzosen wünschen sich mehr Bio, 84 % einen weiteren Ausbau des ökologischen Landbaus. Bislang legt jedoch nur knapp die Hälfte der Bevölkerung (42 %) Bio-Produkte in den Einkaufskorb. Seit fünf Jahren nimmt der Gesamtumsatz mit Bio-Produkten in Frankreich um jeweils 10 % zu und beträgt knapp 2 Mrd. EUR. (Agence Bio) Der Bio-Anteil am gesamten Lebensmittelverbrauch liegt bei 1,8 % - 2 %. Statistisch gesehen gibt jeder Franzose pro Jahr 43 EUR für Bio-Produkte aus. (Specialised Organic Retail Report Europe 2008)

Großbritannien: Marktvolumen erreicht rund 3 Mrd. EUR
2006 erzielte der britische Bio-Markt ein Volumen von knapp 3 Mrd. EUR. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Bio-Fläche liegt bei 3,6 %. Durchschnittlich gaben die Briten 2006 pro Kopf 49 EUR aus. Den weitaus größten Marktanteil erzielt mit 75 % der LEH. Steigende Anteile verbuchen der Naturkost-Fachhandel (13 %) und die Direktvermarktung (12 %). Die größten Zuwachsraten verzeichneten Lebensmittel-Abokisten, Internetbestellungen und andere direkte Vertriebswege. Deren Umsatz wuchs um 53 % auf circa 185 Mio. EUR. 66 % der Bio-Rohprodukte, die durch den Einzelhandel verkauft werden, stammen aus einheimischer Produktion. Hierbei handelt es sich unter anderem um Fleisch (79 %), Milchprodukte und Eier (96 %) sowie Gemüse (73 %).

Tschechien: Bio-Markt wächst bis 2010 auf 260 Mio. EUR
Der Verbrauch an Bio-Lebensmitteln könnte sich in der Tschechischen Republik in den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 70 % erhöhen und im Jahre 2010 geschätzte 260 Mio. EUR erreichen. Gegenüber einem Verbrauch in Höhe von 51,6 Mio. EUR im Jahr 2007 könnte sich der Markt bis Ende 2010 verfünffachen. Eine erhöhte Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Lebensmitteln wird vor allem durch die Informationskampagne des staatlichen Landwirtschaftsinterventionsfonds "Ökolandbau und Bio-Lebensmittel" unterstützt, für die 1 Mio. EUR budgetiert wurden. Der Marktanteil des LEH am tschechischen Bio-Markt liegt bei 67 %. Die Naturkostfachgeschäfte erzielten 22,5 %, gefolgt von den Apotheken mit circa 5 %. Kleine Lebensmittelläden kamen auf 2,5 %, die Direktvermarktung auf 2 % und die Gastronomie auf etwa 0,5 %. (Green Marketing, Jahrbuch des tschechischen Bio-Lebensmittelmarktes) Auch in Polen und Ungarn hält das Marktwachstum an. Experten prognostizieren Polen eine Marktverdoppelung zwischen 2006 und 2010. In Ungarn erfreuen sich vor allem wöchentliche Ökomärkte wachsender Beliebtheit.

Slowenien: Starke Präsenz von Bio im Einzelhandel
Das Zwei-Millionen-Einwohner-Land Slowenien verfügt über eine Bio-Fläche von knapp 5 %. Der Bio-Markt wird auf unter 4 Mio. EUR geschätzt. (Specialised Organic Retail Report Europe 2008) Slowenien verfügt mit "ekoloski" über ein eigenes Bio-Logo. Produkte aus ökologischer Herstellung sind im Handel gut vertreten. Die drei führenden konventionellen Lebensmittel-Handelsketten Mercator, Tus und Spar führen bereits mehrere hundert Artikel in Bio-Qualität. Auch die Discounter bauen ihr Lebensmittelsortiment entsprechend auf. Der Bio-Supermarkt Kalèek in der Hauptstadt Ljubljana zählt mit 2.000 Öko-Artikeln auf 250 m2 Verkaufsfläche zu den am besten sortierten Fachgeschäften.

USA: Starke Zuwachsraten auf hohem Niveau
Schätzungen zufolge betrug in den USA 2007 der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken 20 Mrd. US-Dollar. Einschließlich des Non-Food-Bereichs sind es geschätzte 21,2 Mrd. US-Dollar - ein Zuwachs von 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Bio bleibt das am schnellsten wachsende Segment im amerikanischen Lebensmittelmarkt. Der Branchenverband Organic Trade Association, OTA, prognostiziert für 2008 einen Umsatz mit Bio-Produkten von mehr als 25 Mrd. US-Dollar. In den USA wächst nicht nur der Markt, sondern auch die Bio-Fläche deutlich.
US-amerikanische Landwirtschaftsprogramme betonen die Bedeutung des National Organic Program zur Unterstützung des Bio-Anbaus, der Erhebung von Marktdaten, der Forschungsförderung sowie weiterer Maßnahmen. Die Ausgaben für den Bio-Sektor sollen sich gemäß Farm Bill 2008 von 20 Mio. US-Dollar im Jahr 2002 auf 112 Mio. US-Dollar mehr als verfünffachen.

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