Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 23.10.2008
Biopatente: Regierung muss handeln!
Anlässlich der Demonstration zahlreicher Organisationen gegen Patente auf Tiere, Pflanzen und Saatgut erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

Wir teilen die Kritik der Demonstranten an Patenten auf Pflanzen, Tiere und Saatgut.

Das Europäische Patentamt gewährt zunehmend großen Konzernen Patentansprüche auf natürliche Lebensvorgänge. Diese Entwicklung sorgt langfristig für einen unzulässigen Monopolanspruch weniger Konzerne auf Pflanzen und Tiere. Mit der Patentierung wird die Züchtung eingeschränkt und die Landwirtschaft somit ihrer Produktionsgrundlagen beraubt.

Problematisch ist diese Patenterteilungspraxis auch für kleine und mittelständische Züchtungsunternehmen - wollen diese gegen Patentansprüche großer Konzerne klagen, so müssen sie mit enorm hohen finanziellen Belastungen durch Amtsgebühren und Anwaltskosten rechnen.

Wir wollen dieser Patenterteilungspraxis des Europäischen Patentamtes endlich Grenzen setzen. Das Europäische Patentamt (EPA) erteilt seine Patente auf der Basis der umstrittenen (und veralteten) EU-Biopatent-Richtlinie. Darum muss die Bundesregierung - wie von uns schon seit vielen Jahren gefordert und in einem Beschluss des Bundestags festgelegt - Initiative auf EU-Ebene ergreifen, um die EU-Biopatent-Richtlinie zu reformieren. Die Schlupflöcher, die derzeit vom EPA für die Patenterteilung auf biologische Züchtungsverfahren genutzt werden, müssen geschlossen werden. Auch muss auf europäischer Ebene das Forschungsprivileg des Züchters eindeutig verankert werden.

Aber auch auf nationaler Ebene kann die Regierung handeln. Wenn eine Klage gegen ein EPA-Patent bei einem deutschen Patentgericht eingereicht wird, muss das Gericht die nationale Gesetzgebung berücksichtigen. Darum müssen auch im nationalen Biopatent-Gesetz Patente auf biologische Züchtungsverfahren klar ausgeschlossen werden. Weiterhin müssen Patente auf pflanzliche oder tierische Gensequenzen klar verboten werden.

Ulrike Höfken ist Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

26.07.2016
Organisationen protestieren: Finanzministerium torpediert Auflagen für Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten Gemeinsame Pressemitteilung: Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR

Invasion der Blutsauger Was hilft gegen Mücken, Zecken & Co.?

Gut für die Schultüte Eltern kennen ihre Kinder genau und wissen, was gut ankommt.

Großes Hoffest am Gut Riem - ökologisch & familienfreundlich Am 18. September 2016 wird am Gut Riem beim großen Ökologischen Hoffest wieder gefeiert.

Atomstrom unbezahlbar - Solarstrom immer preiswerter Atomstrom wird, wenn die Folgekosten der Müll-Lagerung mit berechnet werden, für die Konzerne unbezahlbar.

Vegane Garten-Kochschule mit Sebastian Copien Heute: Mangold. Die ungewöhnliche Pflanze ist mehr als ein Spinat-Ersatz


Ein Team-Event mit Herz und Gemüse Food Special: Rezepte zum Ausprobieren und Genießen


Weiterbildung "Wellness- und Spamanagement" feiert Jubiläum Wer sich für den nächsten Oktoberstart anmeldet, erhält 10 Prozent Jubiläumsrabatt auf die Studiengebühren.


22.07.2016
Elektroschrott: Rücknahme durch Handel notwendiger Schritt Anlässlich des Stichtags für die Rücknahme von Elektroschrott durch den Handel am 24.07.2016 erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

  neue Partner