Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltinstitut München e.V., D-80336 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 19.08.2008
Widerstand in Deutschland zeigt Wirkung: Keine Perspektive für die Agro-Gentechnik
Umweltinstitut München fordert gesetzliche Grundlagen für ein Anbauverbot
München, 19. August - Das Potenzial für die Gentechnik in der Landwirtschaft ist erschöpft, Agrarkonzerne und Wissenschaftler rücken von Freilandversuchen mit Gen-Pflanzen ab. Aktuelle Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigen die Einschätzung des Umweltinstituts München: Agro-Gentechnik hat in Deutschland keine Zukunft.


Die Zahl der neu genehmigten Freilandexperimente mit Gen-Pflanzen sank in Deutschland in diesem Jahr auf sechs - der niedrigste Stand sei 1993. Der Mais MON810, die einzige in Deutschland zum kommerziellen Anbau zugelassene Gen-Pflanze, wächst nur auf knapp 3200 Hektar - und das fast ausschließlich in den neuen Bundesländern. Einen großflächigen Anbau verhindern die massiven Proteste von Verbrauchern, Imkern und Bauern.

Andreas Bauer, Gentechnikexperte beim Umweltinstitut München: "Proteste, Feldbesetzungen und neue rechtliche Hürden wie die Brandenburger Vorgabe, dass Gen-Mais mindestens 800 Meter von Naturschutzgebieten entfernt sein muss, machen deutlich: Agro-Gentechnik hat in Deutschland keine Perspektive." Das Umweltinstitut München fordert Landwirtschaftsminister Seehofer daher auf, endlich eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, auf der ein Anbau von Gen-Pflanzen untersagt werden kann. Bisher habe der Minister unter dem Druck der gentechnikkritischen bayerischen Wähler viel angekündigt, aber nichts umgesetzt.

Dass der Protest gegen Gentechnik auf den Feldern erfolgreich ist, zeigt nicht zuletzt auch der vorläufige Stopp für Gentechnikexperimente in Gatersleben (Sachsen-Anhalt).
Über 100.000 Verbraucher hatten in den letzten Jahren gegen den Anbau von Gen-Weizen und Gen-Erbsen protestiert, auch weil in der benachbarten Genbank Gatersleben die Samen von knapp 150.000 traditionellen Nutzpflanzensorten aus aller Welt lagern. Nachdem zu Beginn des Jahres die Gen-Erbsen-Firma Novoplant Insolvenz anmelden musste, scheuen nun auch die übrigen ansässigen Gentechnikforscher den Konflikt mit der Öffentlichkeit.
Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurde 2008 kein neuer Gentechnikversuch mehr in Gatersleben angemeldet. Auch das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), auf dessen Gelände die Genbank angesiedelt ist, will auf absehbare Zeit keine weiteren Experimente im Freiland mehr durchführen. Das Image der Genbank als Hüterin der genetischen Vielfalt sei angekratzt, heißt es in Gatersleben - keine gute Werbung.

Für Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München, sind dies ermutigende Signale.
"Nach vielen Jahren des Widerstandes der breiten Bevölkerungsmehrheit gegen die Gentechnik zeigen sich allmählich die Erfolge. Das IPK sollte sich jetzt für eine gentechnikfreie Region in und um Gatersleben einsetzen. Verbindlich und für alle Zeiten."


2743 Zeichen (mit Leerzeichen)


Informationen über das Umweltinstitut München finden Sie unter:
www.umweltinstitut.org/selbstdarstellung

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das:
Umweltinstitut München e.V.
Andreas Bauer
Tel. (089) 30 77 49-14
ab@umweltinstitut.org

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

31.05.2016
Naturkost-Branche erneuert Kritik an Senkung der Bio-Milchpreise Milchpreise sind Zeichen der Wertschätzung

Tipps für Lebensmittelretter am Arbeitsplatz Die Initiative Zu gut für die Tonne! gibt Tipps, wie sich auch am Arbeitsplatz Lebensmittelabfälle vermeiden lassen.

Naturschutz am Kühlregal NABU zum Tag der Milch (1.6.): Landwirtschaft hat Verantwortung für biologische Vielfalt. Politik und Verbraucherentscheidungen können Artenvielfalt unterstützen.


Weltbauerntag: Bauernhöfe stärken statt internationale Agrokonzerne Zum morgigen Weltbauerntag erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Nachhaltigkeitsstrategie: Notwendig, aber noch lange nicht ausreichend Zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie erklärt Dr. Valerie Wilms, Nachhaltigkeitsbeauftragte:

Start in die Gartensaison Die Kunst des Kompostierens im eigenen Garten - Tipps und Hinweise


UNEA-2: Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt Im Fokus: Klimaschutz, die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), Chemikalien- und Abfallpolitik, nachhaltiger Konsum und Produktion sowie Meeresschutz


Rupert Neudeck: "Verrücktsein ist ein Ehrentitel für uns" Der Gründer der Cap Anamur und radikale Humanist ist tot.

"Digitalisierung und Nachhaltigkeit" - Schwerpunkt im B.A.U.M.-Jahrbuch 2017 Nutzen Sie die Möglichkeit, die Umwelt- und CSR-Aktivitäten Ihres Unternehmens darzustellen


  neue Partner