Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltinstitut München e.V., D-80336 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 17.07.2008
Radioaktivität in Waldprodukten
Kostenlose Messungen von Pilzen, Waldfrüchten und Wildfleisch
München, 17. Juli 2008 - Auch zur diesjährigen Pilzsaison untersucht das Umweltinstitut München für Privatpersonen wieder kostenlos Pilze und andere Waldprodukte wie Beeren oder Wildfleisch auf künstliche Radioaktivität.

Mindestens 250 Gramm pro Pilz-, Beeren- oder Wildfleischsorte benötigt das Umweltinstitut München für eine Messung. Die Proben sollten möglichst genaue Angaben über Herkunft und Datum enthalten. Sie können während der Öffnungszeiten des Umweltinstituts München in der Landwehrstraße 64a abgegeben oder per Post geschickt werden. Dann allerdings müssen sie feuchtigkeitsdicht verpackt werden, am besten eingeschweißt in einem Gefrierbeutel.
Das Ergebnis der Messung kann nach etwa einer Woche telefonisch abgefragt werden.
Das Angebot gilt von Anfang August bis Ende Oktober.

Südbayern und der Alpenraum waren vom radioaktiven Niederschlag nach der Tschernobyl Katastrophe vor 22 Jahren vergleichsweise stark betroffen. In den kontaminierten Regionen ist die radioaktive Belastung auch heute noch nachweisbar. Vor allem bei Pilzen, Waldbeeren und Wild kann der Anteil radioaktiven Cäsiums noch hoch sein. Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München: "Aufgrund unserer Erfahrung und der Messergebnisse der letzten Jahre können wir auch für diese Pilzsaison keine Entwarnung geben." Im Münchner Umland, vor allem im Westen, Süden und Osten Münchens, können Röhrenpilze, allen voran Maronen oder Semmelstoppelpilze, noch Werte deutlich über dem nach Tschernobyl festgesetzten Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) Frischmasse aufweisen. Bei Schwarzwild, das sich frei im Wald bewegen kann und nicht in einem Gehege gezogen wird, ist noch mehr Vorsicht geboten: Hier ist eine Cäsium-Belastung sogar im 5-stelligen Becquerel Bereich möglich. "Bei Wildschweinen sind schon Spitzenwerte von bis zu 70.000 Bq/kg nachgewiesen worden", so Hacker. Wegen der langen Halbwertszeit von 30 Jahren bei
Cäsium-137 ist eine wesentliche Änderung der Situation auch in den kommenden Jahren nicht zu erwarten.

Ein häufiger und üppiger Verzehr von stark belasteten Pilz- oder Wildgerichten kann Radioaktivität im Körper anreichern und damit zu einer zusätzlichen Strahlendosis führen. "Unsere Empfehlung bleibt nach wie vor, dass besonders die so genannten Risikogruppen wie Kinder und Schwangere Waldpilze, Waldbeeren und Wildgerichte von ihrem Speiseplan streichen sollten", rät Christina Hacker. Auch Folgeprodukte, wie etwa Heidelbeerjoghurt, Preiselbeermarmelade oder Muttersäfte aus Waldbeeren sollten gemieden werden.

Die Messergebnisse der vergangenen Jahre und die Broschüre "Pilze und Wild - Tschernobyl noch nicht gegessen" können im Internet unter www.umweltinstitut.org als pdf-Datei heruntergeladen oder beim Umweltinstitut München angefordert werden.

2757 Zeichen (mit Leerzeichen)

Informationen über das Umweltinstitut München finden Sie unter:
www.umweltinstitut.org/selbstdarstellung

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das:
Umweltinstitut München e.V.
Christina Hacker, Karin Wurzbacher
Tel. (089) 30 77 49-11
ch@umweltinstitut.org

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

24.04.2017
Den "Vulgarius" gegen mutwilligen Verkehrslärm Umweltverbände organisieren Negativpreis "Vulgarius" und laden zum Tag gegen den Lärm zur Abstimmung ein

Mega-Fusion - Bayer-Monsanto bringt bäuerliche Landwirtschaft unter Druck Industrielles Saatgut und Pestizide schaffen neue Abhängigkeiten

Auf zur Forschungsexpedition "Meere und Ozeane" mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft Mitmach-Ausstellung im Wissenschaftsjahr 2016*17 wird in Bonn wiedereröffnet

Zucker in Fertigprodukten: Bundesregierung verweigert Hilfestellung für Verbraucher

Hendricks: 'Deutschland muss seinen ökologischen Fußabdruck auf ein verträgliches Maß reduzieren' Internationale Konferenz berät über Konzept der planetaren Belastungsgrenzen

Zukunftsfähige Mobilitätskonzepte für Städte Zukunftsfähige Mobilitätskonzepte für Städte -

Das Berufsbild des Rechtsanwaltes - interessant und vielschichtig Vom Prokurator zum Juristen - wie sich der Beruf des Anwaltes verändert hat


TÜV SÜD zertifiziert Green City Energy als "Wegbereiter der Energiewende" TÜV SÜD zertifiziert Green City Energy als "Wegbereiter der Energiewende"


Gesundheitsrisiko Bluthochdruck Der Kompakt-Ratgeber von Dr. med. Eberhard J. Wormer gibt Tipps zur wirksamen Vorbeugung und Selbsthilfe bei erhöhten Werten


  neue Partner