Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 01.07.2008
Edeka/Plus-Fusion: Oxfam kritisiert Entscheidung des Bundeskartellamts
Marktkonzentration verschärft unfaire Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern
Berlin, 1. Juli 2008. Oxfam Deutschland kritisiert die heutige Entscheidung des Bundeskartellamts, die Fusion von Edeka und Plus zu genehmigen. Bereits jetzt verfügen die sechs größten Lebensmittelkonzerne Aldi, Lidl, Edeka, Tengelmann, Rewe und Metro in Deutschland über einen Marktanteil von etwa 90 Prozent. Die Fusion von Edeka und Plus verstärkt diese Marktkonzentration. Oxfam teilt nicht die Einschätzung des Bundeskartellamtes, dass mit der Fusion nur ein geringfügiger Ausbau der Einkaufsmacht von Edeka einhergeht. Die Fusion führe zu einer Zunahme der Einkaufsmacht, die voraussichtlich eine Verschärfung des Preiswettbewerbs und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern zur Folge habe.

"Edeka hat bereits angekündigt, die gestiegene Einkaufsmacht einzusetzen, um die Lieferanten stärker im Preis zu drücken.", erklärt Marita Wiggerthale, Handelsexpertin bei Oxfam Deutschland. Bereits heute stuften die Lieferanten die Einkaufsmacht von Edeka als "ziemlich heftig" ein. Die Leidtragenden der gestiegenen Marktmacht seien kleine und mittlere Lieferanten und die Arbeiter/innen in den Produzentenländern. "Edeka hat das Geschäftsjahr 2007 als das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte gefeiert, allerdings auf den Rücken der Lieferanten und der Arbeiter/innen in den Produzentenländern", kritisiert Wiggerthale. Das Bundeskartellamt selbst hatte im Laufe des Verfahrens die Gefahr der steigenden Marktkonzentration bei der Warenbeschaffung und die dadurch immer größer werdende Abhängigkeit der Lieferanten beanstandet.

Wiggerthale: "Es ist zu erwarten, dass die Fusion einen aggressiveren Preiswettbewerb auslöst, der auf Kosten der Lieferanten ausgetragen wird. Branchenkenner gehen davon aus, dass Lidl sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wird." Neben dem verschärften Preiswettbewerb würden auch andere unfaire Einkaufspraktiken wie das "Einwerben" von Zuschüssen für die Neueröffnung von Supermarktfilialen oder rückwirkende Konditionsänderungen zunehmen.

Die Leidtragenden des Preis- und Kostendrucks auf die Lieferanten sind die Arbeiter/innen in den Lieferländern. So herrschen auf den Bananen- und Ananasplantagen in Ecuador und Costa Rica menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. "Es werden Hungerlöhne von 75 US-Cent pro Stunde bezahlt, und oft sind die Arbeiter/innen gesundheitsschädlichen Pestiziden ausgesetzt, die in Europa bereits verboten sind", berichtet Wiggerthale.

Die Oxfam-Studie "Endstation Ladentheke. Einzelhandel - Macht - Einkauf: Unter welchen Bedingungen Ananas und Bananen produziert werden, die in Deutschland über die Ladentheke gehen" (April 2008) untersucht den Einfluss der deutschen Supermarkt-Ketten auf die Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern. Sie kann heruntergeladen werden unter: www.oxfam.de/download/endstation_ladentheke.pdf


Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an:
Mirjam Hägele, Tel.: 030-45 30 69 50, Handy: 0177-880 99 77, E-Mail: mhaegele@oxfam.de Oxfam Deutschland e.V., Greifswalder Str. 33a, 10405 Berlin, Tel.: 030-42 85 06 21, www.oxfam.de

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

17.08.2017
Wirksam gegen Mücken Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps gegen Stechmücken


16.08.2017
Nationales Naturerbe - Grünes Band vereint Naturschutz mit Landwirtschaft Mit extensiver Landwirtschaft zum Lückenschluss im "Tafelsilber der Deutschen Einheit"

Tierschutz-Check zur Bundestagswahl 2017 Tierschutzpolitische Positionen der Parteien als Hilfstellung für die Wahlentscheidung

Forscher ahoi! Aktuelles forscher-Magazin geht Meereswellen auf den Grund


GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle enthält genmanipulierte Organismen (GVO) Die Richtlinien verbieten das, aber der GOTS geht den Vorwürfen nicht nach sondern zweifelt am Testverfahren.


Dokumentarfilm "Passion for Planet" Doku über das Leben als Tierfilmer läuft am 23.8.2017 um 22:45 im Ersten


Landwirtschaft zum Wohle aller - Mensch und Natur vor Profit! Schimmer-Göresz (ÖDP): Glyphosat-Zulassung nicht verlängern!


15.08.2017
Kultur- und Naturschutz in Montenegro nun Hand in Hand Im Welterbegebiet Kotor förderte DBU naturverträgliche Umweltbildung an historischer Sehenswürdigkeit


14.08.2017
Angela Merkels Klimaversprechen Weiß Angela Merkel wirklich nicht, dass sie nur noch den Lockvogel für gutgläubige Wähler der CDU spielt?


  neue Partner