Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 19.03.2008
Percy Schmeiser erhält Schadenersatz von Monsanto
Monsanto räumt Verantwortung für gentechnische Kontamination ein
In einer außergerichtlichen Einigung zwischen Percy Schmeiser und Monsanto hat Monsanto heute ihre Verantwortung für die gentechnische Kontamination Schmeisers Rapsfelder eingeräumt.

In einem früheren Rechtsstreit hatte der Oberste Gerichtshof Kanadas die Rechtmäßigkeit des Patentschutzes auf Transgene Monsantos anerkannt, gleichzeitig die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Patentierbarkeit von Lebensformen an das Kanadische Parlament zur Neubewertung überwiesen. Nach damals geltender Rechtslage ist der Inhaber des Patents auf ein bestimmtes Gen auch der Besitzer der jeweiligen Ernte. Die Befassung des Parlaments mit dieser Angelegenheit steht noch aus.

Da Schmeiser damals nachweisen konnte, dass er weder gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto noch das zu diesem Saatgut gehörige Totalherbizid Roundup Ready verwendete, und er keinerlei Vorteile aus der Verunreinigung seiner Ernte ziehen konnte, wurde er von Schadenersatzforderungen Monsantos freigesprochen.

Im Jahre 2005 fand Schmeiser erneut Monsanto-Rapspflanzen auf seinen Feldern. Er benachrichtigte Monsanto und verlangte, dass der Konzern die Pflanzen entferne. Monsanto bestätigte Schmeiser gegenüber schriftlich, dass es sich um Roundup Ready Raps handle und dieser Eigentum von Monsanto sei.
Auf das bestehende Urteil bezugnehmend, dass der Besitzer einer Pflanze auch für die Schäden, die durch Kontamination verursacht wurden haftbar gemacht werden müsse, ließ Schmeiser die Pflanzen professionell entfernen und schickte dem Konzern die Rechnung.

Da in einem ersten außergerichtlichen Einigungsversuch Monsanto nicht bereit war, die Rechnung über 660$ zu zahlen verklagte Schmeiser die Firma vor Gericht. Monsanto hätte nur unter der Auflage den Schaden bezahlt, dass Schmeiser eine Schweigevereinbarung über die Sache unterzeichnet hätte, die ihm oder seiner Frau für den Rest ihres Lebens das Recht entzogen hätte, jemals über den Fall öffentlich zu sprechen oder Monsanto wegen Kontamination ihrer Ernte in Zukunft vor Gericht zu belangen. Schmeiser lehnte ab. Die von Monsanto erhobenen Bedingungen seien sittenwidrig.

Auf Nachfragen des Richters, weshalb denn ein Konzern wie Monsanto eine Rechnung von 660$ nicht einfach bezahle, antwortete der Monsanto-Anwalt Richard W. Danyliuk, bei dieser Sache gehe es um weit mehr als 660$.

Eine Stunde vor der auf 19. März 2008 terminierte Gerichtsverhandlung hat nun Monsanto sämtliche Forderungen Percy Schmeisers akzeptiert und ihre Verantwortung für die Kontamination auf Schmeisers Feldern eingeräumt.
Monsanto bezahlt nicht nur den Schaden sondern akzeptiert auch, dass Schmeiser über die genauen Hintergründe öffentlich berichtet und Stellung bezieht. Das Eingeständnis Monsantos, als Eigentümerin des Patentes auf Transgene auch für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein öffnet den betroffenen Bauern auf der ganzen Welt nun den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto.

Für weitergehende Informationen:
www.percy-schmeiser-on-tour.org
www.percyschmeiser.com

Interviews:
Percy Schmeiser, Kanada: 001-306 369 25 20 (in Englisch)

V.i.S.d.P.:
Jürgen Binder, Deutschland: 0049-170 185 74 24 (in Deutsch)
19.03.2008
presse@percy-schmeiser-on-tour.org

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

17.11.2018
Neues Buch von Roswitha Stark: "Familienstellen mit Symbolen"


15.11.2018
Verleihung der Right Livelihood Awards 2018 am 23. November in Stockholm Aufruf zur Freilassung der inhaftierten saudischen Preisträger

14.11.2018
Antibakterielle Wirkung von heimischem Demeter-Honig nachgewiesen Labor entwickelt Gütesiegel


ÖDP: Unternehmensspenden an Parteien verbieten! Jan Altnickel (ÖDP) plädiert für Sauberkeit in Politik und Verkehr


13.11.2018
Biodiversitäts-COP 14 in Ägypten: Kein Greenwashing des Sisi-Regimes

Wer keine Bienen mag, werfe das erste Honigglas PROJEKT 2028 bietet Unternehmen die Möglichkeit, Gutes direkt vor der eigenen Bürotür zu tun


Spendenprojekt: Ohne Plastik leben - aber wie!? Können wir ohne Kunststoffe auskommen?


12.11.2018
Gefährlicher Elektroschrott ZDFinfo-Dokumentation über Müllhandel in Afrika


Bund stärkt Beziehungen zwischen Stadt und Land Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" des Forschungsministeriums gestartet

  neue Partner
 
Weichert Mehner
Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH & Co. KG