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Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., D-81375 München
Rubrik:Naturschutz    Datum: 23.12.1999
Hector-Delfine als bedrohte Art eingestuft
Nach Informationen der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) wurde der Hector-Delfin (Cephalorhynchus hectori), eine nur vor Neuseeland lebende Art, von der neuseeländischen Regierung jetzt als bedroht erklärt.

Schätzungsweise 3000 bis 4000 Tiere dieser zu den kleinsten Meeressäugern zählenden Art gibt es noch. Die meisten leben entlang der Küste der Südinsel. Bereits 1988 wurde hier angesichts der stetigen Abnahme dieser Population ein marines Schutzgebiet vor der Banks Peninsula eingerichtet.

Einige wenige Hector-Delfine leben auch vor der Nordinsel Neuseelands. Aufgrund genetischer Untersuchungen wird vermutet, dass es sich dabei um eine Unterart oder sogar eigene Art handelt. Ihr Bestand wird auf nur noch etwa 120 Tiere geschätzt.

Nach internationalen Kriterien gilt eine Art als bedroht, wenn eine Population unter 10.000 Individuen sinkt oder eine rasche Abnahme bei einer oder mehreren Subpopulationen zu beobachten ist.

Jüngsten DNA-Untersuchungen an Skeletten von Hector-Delfinen zufolge ist die genetische Vielfalt der beiden Populationen, vor allen bei den Tieren der Nordinsel, deutlich zurückgegangen. Auch wurde festgestellt, dass sich die Nord- und Südpopulation nur noch untereinander vermehren und somit eine Erholung des Bestandes vor der Nordinsel durch Zuwanderung von Delfinen aus anderen Gebieten unwahrscheinlich ist.

Die GRD wie auch andere Naturschutzorganisationen haben daher von der neuseeländischen Regierung die Einrichtung eines neuen Schutzgebietes vor der Nordinsel zwischen Kawhia und Kaipara Harbour gefordert.

"Wir begrüßen die Entscheidung der neuseeländischen Regierung, doch um die kleine Population vor der Nordinsel, deren Rückgang vor allem auf kommerzielle Fischerei zurückzuführen ist, vor dem Aussterben zu bewahren, muß unbedingt ein zweites Schutzgebiet eingerichtet werden", so ein GRD-Sprecher.


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