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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Redaktions- und Verlagsbüro R. Mankau, D-82413 Murnau a. Staffelsee
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 14.04.2005
Konjunktur durch Natur
Umwelt- und Wirtschaftspolitiker der Union legen gemeinsames Konzept vor
Berlin, 14. April 2005 - Neue Töne aus der Union zum Thema Arbeitsplätze und Umweltschutz. Der CSU-Umweltexperte Josef Göppel und der CDU-Wirtschaftsfachmann Dr. Joachim Pfeiffer legten in Berlin erstmals ein gemeinsames Konzept für mehr Beschäftigung durch innovative Umweltpolitik vor, das in dem Buch "Konjunktur durch Natur" (Mankau Verlag, ISBN 3-9809565-8-X) veröffentlicht wurde.

Die beiden Bundestagsabgeordneten erstellten in zweijähriger Abstimmungsarbeit eine Denkschrift mit dem Titel "Konjunktur durch Natur", die den zuständigen Gremien der Fraktion auch bereits vorgestellt wurde. Ihre These: In einem naturverträglichen Wirtschaften schlummern gewaltige Innovationspotentiale, die enorme volkswirtschaftliche Kosten einsparen, mehr Beschäftigung schaffen und neue Märkte erobern können. Die einzelnen Schritte müssten gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt werden, doch die Autoren betonen auch: "Je strikter und glaubwürdiger die Rahmensetzung der Politik ist, umso weniger muss sie eingreifen."

Die beiden 2002 in den Bundestag gewählten Politiker wollen mit ihrem Konzept einen neuen Anlauf unternehmen, um den angeblichen Gegensatz zwischen Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz zu überwinden.

Für Wirtschaftspolitiker Pfeiffer bewegen sich "Ökologie und Ökonomie nicht auf gegenläufigen Gleisen. Um mehr Wachstum und Beschäftigung zu erzeugen, müssen beide eine Symbiose bilden!"

Josef Göppel, Initiator der Denkschrift, verweist auf zahlreiche Übereinstimmungen zwischen Funktionsabläufen der Natur und dem Wirtschaftsgeschehen. Das gelte zum Beispiel für den Wachstumsverlauf in natürlichen Systemen, die Stoffkreisläufe oder den Umgang mit Wettbewerbsdruck. Die Organisationsmuster der Natur böten überraschende Orientierungshilfen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Göppel: " Die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft decken sich mehr als jede andere Wirtschaftsordnung mit den elementaren Gesetzen des Lebens auf der Erde. Wir müssen es schaffen, dieses Erfolgskonzept auch in die globalisierte Wirtschaft einzuführen und damit dem schrankenlosen Wettbewerb faire Regeln zu geben. Ansonsten drohen immer mehr soziale Ungerechtigkeit, Zerstörung der Lebensgrundlagen und volkswirtschaftliche Reparaturkosten."

Die beiden Unionspolitiker belassen ihren Appell nicht bei grundsätzlichen Erwägungen. Die Kapitel Energie, Verkehr, Rohstoffe, Wasser und Boden enden jeweils mit einem konkreten politischen Handlungsvorschlag. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen nach einer einheitlichen europäischen Energiebesteuerung sowie dem allmählichen Umstieg der Verkehrsfinanzierung auf streckenbezogene Nutzungsgebühren, der gezielteren Förderung von energetischer Altbausanierung und der Einführung differenzierter Grundsteuersätze zur Eindämmung des Flächenverbrauchs in Deutschland. Im Schlusskapitel "Die eine Erde" verlangen sie die Einbeziehung der internationalen Kapitalmärkte in die Finanzierung der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit.

Alles in allem ist es den beiden Parlamentariern gelungen, trotz der Unterschiedlichkeit ihres persönlichen Werdegangs eine Publikation aus einem Guss vorzulegen. Sie schufen kein wissenschaftliches Werk, sondern ein wohltuend sachlich zu lesendes Konzept für den Brückenschlag zwischen Ökonomie und Ökologie in der politischen Praxis. Es geht vor allem um Innovationen beim Einsatz von Rohstoffen und Energie, so dass auch kommenden Generationen noch Spielräume für eigene Lebensentwürfe bleiben. Josef Göppel und Joachim Pfeiffer wollen, dass über ihre Ideen diskutiert wird, ohne Scheuklappen und über ausgetretene parteipolitische Pfade hinaus.

Josef Göppel/Joachim Pfeiffer
Konjunktur durch Natur
Wege zu mehr Beschäftigung mit marktwirtschaftlicher Umweltvorsorge
R. Mankau Verlag, 1. Aufl. April 2005
86 S., 9,90 Euro; ISBN 3-9809565-8-X


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