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Saubere Atomenergie
Für Sie entdeckt : Ein offener Brief an die Politik von Dominik Störr
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Koch,

Sie scheinen angesichts der von Ihnen verbreiteten Mär der sicheren Atomenergie bis heute nicht verstanden zu haben, dass die teuersten Wasserkocher der Welt nicht ganz ungefährlich sind. Es ist grotesk, wie Sie als Befangener, der sich führwahr nie um eine Energiewende bemüht hat, beharrlich ignorieren, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine neuen Atomkraftwerke will. Sie sollten es daher tunlichst unterlassen, die Mär der sicheren Atomenergie weiterhin unter das Volk zu bringen. Ich könnte mir vorstellen, hierauf mit einer Strafanzeige wegen unwahrer Tatsachenbehauptung zu reagieren.

Plutonium ist das langlebigste der Abfallprodukte des gefährlichsten Wasserkochers der Welt.
Warum? Plutonium, nach Pluto, dem griechischen Gott der Unterwelt benannt, ist das bei weitem tödlichste aller irdischen Abfallprodukte. Schon weniger als ein Millionstel Gramm - eine unsichtbare Menge also - wirkt krebserregend. Ein Pfund davon, gleichmäßig verteilt, könnte bei jedem einzelnen Menschen auf unserer Erde Lungenkrebs erzeugen. Angesichts dieser Tatsachen ist es wirklich furcherregend zu wissen, dass ein kommerzieller Reaktor im Jahr etwa fünfhundert Pfund Plutonium erzeugt. Plutonium ist zudem das langlebigste der Abfallprodukte des gefährlichsten Wasserkochers der Welt (wussten Sie, dass durch die Atomspaltung lediglich ein Rad in Bewegung gesetzt wird?): Plutonium bleibt etwa 500.000 Jahre giftig Herr Koch. Das ist mehr als hundertmal so lang wie die aufgezeichnete Geschichte. Es ist eine Zeitspanne fünfzigmal so lang wie die vom Ende der Eiszeit bis heute und mehr als zehnmal so lang wie unsere gesamte Existenz als Menschen. Solange muss Plutonium von der Umwelt isoliert bleiben.
Keine menschliche Technologie kann zudem sichere Behälter für einen derart riesigen Zeitraum bauen. Niemand. Auch wenn Sie anderes behaupten, nämlich die Mär der sicheren Atomenergie. Wir können es nicht. Basta. Bei der Erzeugung von Kernkraft wird in jeder Phase, vom Abbau, über die Bearbeitung und Anreicherung des Urans, bei der Herstellung der Brennstäbe und dem Betrieb sowie bei der Unterhaltung des Reaktors bis zur Handhabung, Lagerung oder Wiederaufbereitung radioaktive Substanzen freigesetzt.

Sogenannte Alpha-Teilchen, Elektronen und Photonen, die eine hohe Energie besitzen, die Haut durchdringen und Körperzellen schädigen. Zur Beurteilung der Gesundheitsrisiken der Radioaktivität ist überdies wichtig zu wissen, dass es keinen sicheren Strahlungspegel gibt, im Gegensatz zu dem, was Sie uns weismachen wollen. Aber es kommt mit der Kernkraft noch schlimmer (von der militärischen Nutzung der Atomenergie spreche ich hier lieber erst gar nicht): Da es keine hundert Prozent sichere Technologie gibt, entweicht Plutonium jedes Mal, wenn man damit umgeht. Folgende Schätzung sollte nachdenklich machen: Wenn z.B. die amerikanische Nuklearindustrie das anfallende Plutonium mit einem Sicherheitsgrad von 99,99 Prozent abschirmt - was einem Wunder gleichkäme -, dann wird sie für 50 Jahre nach dem Jahre 2020 für jährlich 500.000 Todesfälle an Lungenkrebs verantwortlich sein. Dies würde die Sterberate in den USA um 25 % erhöhen. Lesen Sie hierzu bitte die Ergebnisse der Studie von Nader u. Abbots, "The Menace of Atomic Energy" - oder schweigen Sie bitte.

Von allen verfügbaren Energien ist die Kernenergie diejenige, die zur höchsten Konzentration politischer und wirtschaftlicher Macht in den Händen einer kleinen Elite führt.
Angesichts dieser Schätzung fällt es wirklich schwer zu verstehen, wie Sie, sehr geehrter Herr Koch, die Kernkraft als sichere Energie bezeichnen können. Kernkraft schafft aber noch andere schwerwiegende Probleme. Pars pro toto gehört dazu das ungelöste Problem, Kernreaktoren am Ende ihrer nutzbringenden Existenz stillzulegen und abzubauen; ferner gehört dazu die Entwicklung der "Schnellen Brüter", die Plutonium als Brennstoff nutzen und weit gefährlicher als alle anderen Reaktoren sind. Denken sollten Sie auch an die Gefahr eines nuklearen Terrorismus und den daraus folgenden Verlust bürgerlicher Grundrechte in einer totalitären "Plutonium-Wirtschaft", sowie an die verheerenden wirtschaftlichen Konsequenzen der Verwendung von Kernenergie als kapital- und technologieintensive, hochzentralisierte Energiequelle.
Der Gesamtumfang der beispiellosen Gefahren der nuklearen Technologie sollte es jedermann - auch Ihnen - mehr als deutlich machen, dass diese Energieform voller Risiken, unwirtschaftlich, unverantwortlich und unmoralisch ist. Warum dann Atomenergie Herr Koch? Besessenheit von Machtwillen? Natürlich!

Die Atomenergie kann man als das technologische Vietnam des industriellen Zeitalters bezeichnen.
Von allen verfügbaren Energien ist die Kernenergie diejenige, die zur höchsten Konzentration politischer und wirtschaftlicher Macht in den Händen einer kleinen Elite führt. Es gibt keinen anderen Grund und das wissen Sie genau. Diese Elite ist nicht bereit, diese Technologie aufzugeben, selbst wenn sie genötigt ist, massive Milliarden-Subventionen aus Steuergeldern zu fordern (billige Atomenergie?) und einen großen Polizeiapparat zum Schutz dieser Technologie einzusetzen (Castor-Transporte!). Die Atomenergie kann man daher ruhig als das technologische Vietnam des industriellen (vergehenden!) Zeitalters bezeichnen, dem Sie angehören. Auch wissen Sie vermutlich, dass der Preis für Atomstrom nach oben klettern wird. Dies liegt daran, dass der Platz für die Zwischenlagerung des Atommülls immer knapper wird - wir haben bis heute kein Endlager. Dieser Umstand lässt die Preise für Atomstrom exorbitant steigen. Aber das streben Sie ja für Ihr Klientel an - und das ist wahrhaftig nicht der Bürger oder Mittelstand.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Storr
Rechtsanwalt


 
 
 
 
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