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Der Euro bekommt Konkurrenz
Magazin-Beitrag
Regionale Alternativwährungen machen dem Euro zunehmend Konkurrenz. Im schönen Prien am Chiemsee etwa hat ein Lehrer mit seinen Schülern eine Regionalwährung, den "Chiemgauer", eingeführt. Bereits in über 100 Geschäften im Umkreis kann mit dieser Alternative zum Euro gezahlt werden.

Bild: Silvio Gesell (1862 - 1930)


Was ist anders an dieser neuen Währung?

Zuallererst funktioniert der Chiemgauer wie ein Gutschein. Der Kunde kann seine Euros 1:1 in Chiemgauer wechseln und damit in den beteiligten regionalen Geschäften einkaufen, zum Beispiel bei der Buchhandlung, dem Optiker oder auf dem Priener Regionalmarkt. Die Firmen selbst können ebenso mit dem Chiemgauer bei anderen beteiligten Firmen zahlen oder sie wieder in Euro wechseln. Sie erhalten jedoch für 100 Chiemgauer nur 95 Euro zurück. Die restlichen 5 Euro werden zur Finanzierung des Systems und zur Förderung von gemeinnützigen Vereinen verwendet.

Das Besondere an der Währung: Sie unterliegt einer Wertminderung von zwei Prozent pro Quartal. Wer also Chiemgauer hortet, erhält dafür keine Zinsen, sondern muss im Gegenteil "Zinsen" zahlen. Das Geld wird somit verderblich. Dies führt dazu, dass es schnell ausgegeben wird. Folgt man diesem Prinzip, würde es sich nicht mehr lohnen, Millionen zu horten.

Wer reich sein möchte, "lebt" und muss sein Geld schnell wieder in Umlauf bringen oder investieren. Damit ist das so genannte "Freigeld" durch die Wertminderung umlaufgesichert. In der heutigen Marktwirtschaft verschwindet das Geld auf Konten oder wird in Aktien investiert. Das Geld "arbeitet" für sich. Dies lohnt sich beim Freigeld nicht.

Die Wirtschaft in der Region wird durch die erzeugten Käufe oder Investitionen angekurbelt und gestärkt. Dieses Prinzip beruht auf der Geldtheorie von Silvio Gesell, der diese 1916 veröffentlicht hat. Experten sprechen auch vom "Dritten Weg" neben Kapitalismus und kommunistischer Planwirtschaft.


Weltweite Initiativen

Neben dem Chiemgauer gibt es weitere Initiativen von Regionalgeld. In Bremen wurde vor etwa einem Jahr der Roland als Währung eingeführt, der ebenfalls für einen regionalen Wirtschaftsfluss steht. Auch in Brandenburg, am Bodensee und im Allgäu haben sich Unternehmen zur Stärkung ihrer Region zusammengeschlossen und akzeptieren alternative regionale Währungen.


Mehr Infos finden Sie unter:
www.regionetzwerk.de
www.inwo.org
www.geldreform.de
www.systemfehler.de
www.freigeld.de


Befürworter und Gegner

Die Befürworter von Gesell versprechen sich von der langsamen Entwertung des Geldes ein Ende der unaufhörlich steigenden Staatsverschuldung. Schließlich müsste der Staat als Bereitsteller der Währung als einziger Akteur keine "Strafzinsen" zahlen.

Weiterhin würde die neue Währung den Teufelskreislauf der Verschuldung bremsen wenn nicht gar aufhalten. Im System von Gesell ist es unwahrscheinlich, dass sich jemand so sehr verschuldet, dass er nicht einmal mehr seine Zinsen bezahlen kann. Man denke an viele Entwicklungsländer. Nach dem Modell von Gesell verleihen die Banken gegen geringfügige Gebühren Geld. Dieses erhalten sie von Bürgern, die wiederum ihr Geld zinsfrei an Banken verleihen.

Die Gegner des "Freigeldes" halten die alternative Währung für eine neue Einnahmequelle des Staates. Und wer für seine Arbeit mehr Geld verdient, wird dafür auch noch bestraft oder gar zum Massenkonsum gezwungen. Außerdem fürchten sie die Gefahr einer Hyperinflation, denn das Freigeld ist an sich schon inflationär.

Auf Regionalebene scheinen die Alternativwährungen großen Erfolg zu haben. Die Nachfrage nach der neuen Währung wächst stetig. In Kürze wird es sogar den bargeldlosen "Chiemgauer" via EC-Karte geben.

 
 
 
 
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