Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung


Medienpartner:
|
| |
| Zum Thema "Mobilität & Reisen" bietet Ihnen die ECO-World am : |
|
|
 |
 |
| Ferienbeginn in Bayern / Baden-Württemberg: |
| Global Nature Fund warnt Urlauber vor dem Kauf verbotener Souvenirs |
 |
Aktuelles Radolfzell / Bonn - Viele Souvenirs enthalten Material streng geschützter, vom Aussterben bedrohter Arten - Zollbehörden beschlagnahmen alljährlich zehntausende Gepäckstücke - Bei Einfuhr drohen drastische Strafen - Souvenirratgeber schaffen Abhilfe.
 | Wegen ihrer begehrten Stoßzähne sind Elefanten
von Wilderern bedroht.
Foto: © Dirk Röttgen / pixelio.de |
Der Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie Bestandteilen daraus blüht. Schätzungen zufolge werden weltweit jährlich einige hundert Millionen Exemplare gehandelt, wodurch der Fortbestand zahlreicher Arten auf der Kippe steht. Hierzu tragen auch die vielen Urlauber bei, wenn sie die Heimreise mit einem fragwürdigen Souvenir im Gepäck antreten.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht
Sei es die Handtasche aus Krokodil- oder Schlangenleder, eine traditionelle Figur aus Elfenbein, eine Haarspange aus Schildpatt, oder einfach nur ein selbstgepflücktes Pflänzchen aus der freien Natur: Vielen Reisenden ist nicht bewusst, dass die Ein- und Ausfuhr solcher "Andenken" drastische Konsequenzen nach sich ziehen kann - es drohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro oder gar Haftstrafen.
Spätestens dann, wenn spezialisierte Spürhunde der Zollbehörden im Heimatland am eigenen Koffer anschlagen, kommt das böse Erwachen. Nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) werden jährlich mehrere Zehntausend Mitbringsel beschlagnahmt - die Dunkelziffer dürfte indes viel höher sein.
Nachhaltige Souvenirs gefragt
Doch es geht auch anders. "Nicht immer müssen Souvenirs aus biologischem Material mit gravierenden Schäden für die biologische Vielfalt verbunden sein. Souvenirs aus unbedenklichen Materialien können sogar einen positiven Beitrag als nachhaltige Einkommensquelle der lokalen Bevölkerung im Urlaubsland leisten", so Gattenlöhner.
Souvenierratgeber verschaffen Überblick
Damit Reisende den Überblick im Arten- und Souvenirdschungel nicht verlieren, haben der Touristikkonzern TUI oder die Umweltschutzorganisation WWF entsprechende Ratgeber herausgebracht. Reisende erhalten praktische Tipps, worauf sie beim Souvenirkauf achten müssen, welche Materialien unbedenklich sind und welche Souvenirs auf gar keinen Fall gekauft werden dürfen.
Weitere Hilfe bietet ein Internetportal der deutschen Zollbehörden und des Bundesamts für Naturschutz. Hier können vor Reiseantritt Informationen über beliebte - und gleichwohl verbotene - Souvenirs im Urlaubsland eingeholt werden.
Lebende Tiere sind tabu
Ein ganz besonderer Hinweis gilt abschließend den Tierliebhabern unter den Urlaubern, die auf Märkten dargebotene Tiere aus Mitleid kaufen möchten: "Von der Einfuhr lebender Tiere raten wir dringend ab - denn schließlich überleben die meisten Tiere die Reise nicht. Außerdem wird ein "gerettetes" Tier umgehend durch ein neues ersetzt" so Gattenlöhner abschließend.
Hintergrund
Der dramatische globale Verlust der biologischen Vielfalt ist nach wie vor ungebremst. Täglich verschwinden hunderte Arten unwiderbringlich von unserem Planeten.
Das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) regelt den internationalen Handel mit seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie Bestandteilen daraus. Rund 30.000 Arten werden durch das Abkommen erfasst. Für viele dieser Arten ist der Handel strikt verboten, bei anderen wiederum bedarf die Ein- und Ausfuhr einer vorherigen Genehmigung des Bundesamts für Naturschutz (BfN).
Der Global Nature Fund (GNF) ist eine internationale Stiftung für Umwelt und Natur. Er koordiniert die Europäische Business & Biodiversity Kampagne, deren Ziel die Förderung des Engagements von Wirtschaft und Unternehmen für den weltweiten Erhalt der biologischen Vielfalt ist. Eine Schwerpunktbranche der Kampagne ist der Tourismus, der in besonderem Maße auf die biologische Vielfalt und intakte Ökosysteme angewiesen ist.
Ansprechpartner:
Sascha Liese
Global Nature Fund - Büro Bonn
Kaiserstrasse 185-197
53113 Bonn
liese@globalnature.org
Telefon: 0228-1848 694-13
Udo Gattenlöhner
Geschäftsführer Global Nature Fund
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell
gattenloehner@globalnature.org
Telefon: 07732-9995-80
Weitere Informationen:
Mehr Infos bei der Europäischen Business & Biodiversity Kampagne!
Hier finden Sie fundierte Basisinformationen zum Thema 'Business & Biodiversity', Best Practices, News und Events zum Thema.
Informieren Sie sich über Methoden und Instrumente aus dem Bereich der Biodiversität und werden Sie Teil der größten Experten-Community Europas.
Jetzt Einsteiger Video ansehen!
|
| |
|
|
 |
|
|
|
|